Heidenheim Fachtagung Sprache: Was bewirkt Medienkonsum bei Kindern?

Rund 200 Teilnehmer wurden bei der Fachtagung Sprache im CC gezählt.
Rund 200 Teilnehmer wurden bei der Fachtagung Sprache im CC gezählt. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / hz 11.06.2018
Die Digitalisierung stand diesmal im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die Digitalisierung wirkt sich auf vielfältige Art und Weise auf die Sprachentwicklung aus. Das wurde bei der Fachtagung Sprache im Congress Centrum deutlich, wo rund 200 Pädagogen und Fachkräfte Anregungen für ihren beruflichen Alltag sammelten.

Neue digitale Medien können dafür sorgen, dass sich die Sprache vielseitiger entwickelt. Es gibt aber auch grundsätzliche Fragen: Was bedeuten die digitalen Angebote für die Erziehungs-, Lehr- und Sprachförderkräfte in Kommunen, Kitas und Grundschulen? Welche Risiken birgt der Umgang mit Medien schon ab dem Kleinkindalter? Das Tagungsprogramm wollte darauf Antworten geben.

Den Auftakt bildete ein bildungspolitisches Statement von Volker Schebesta, Staatssekretär im Stuttgarter Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Es schlossen sich Impulsvorträge mit unterschiedlichen Ansätzen an: Prof. Dr. Bernhard Kalicki vom Deutschen Jugendinstitut in München referierte über digitale Medien. Dr. Florian Rehbein vom Kriminologischen Forschungsinstitut in Hannover widmete sich aktuellen Forschungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen. Und die Ärztin Dr. Tanja Calovini ging auf die Entwicklung digitaler Kompetenzen im Kindes- und Jugendalter ein.

Workshops zeigten Methoden auf, mit denen der Spracherwerb und die Sprachentwicklung von Kindern gezielt gefördert werden kann. Besonders gefragt war der Workshop „Kraft meiner Stimme“ mit Prof. Marc Aisenbrey. Die Teilnehmer bekamen Anregungen, wie sie an Belastbarkeit, Ausdrucksstärke und Kraft der eigenen Stimme arbeiten können.

„Familienfreundliche Unternehmensphilosophie anhand von Best-Practice-Modellen“ lautete ein Programmpunkt. Als Repräsentantin der lokalen Wirtschaft referierte Ilonka Nussbaumer, die weltweit den Personalbereich des Voith-Konzerns verantwortet, über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Als erfolgreiches Beispiel führte Nussbaumer die Kindertagesstätte Kindervilla in Heidenheim an. Bis zu 45 Kinder können dort ganztägig betreut werden. Im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt und der Paul Hartmann AG ist zudem die Kindertagesstätte Kinderwelt entstanden. Hier bietet Voith weiteren 115 Kindern einen Platz. Trotzdem zeichne sich ab, dass die Kapazitäten in den kommenden Jahren knapp würden, so Nussbaumer. Im Austausch mit der Stadtverwaltung soll nach einer Lösung gesucht werden.

Ergänzt wurde die Fachtagung Sprache durch eine Ausstellung, im Congress Centrum, bei der Firmen und Institutionen über Angebote zur Sprach- und Leseförderung informierten.

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