Angriff Erboste Fans legen offenbar Homepage des FC Heidenheim lahm

Die FCH-Homepage war am Donnerstag nicht erreichbar.
Die FCH-Homepage war am Donnerstag nicht erreichbar. © Foto: Screenshot
Heidenheim / ape 14.09.2017
Als Reaktion auf den gescheiterten Fandialog am Mittwoch haben Unbekannte die Homepage des FC Heidenheim offenbar lahmgelegt. Der HZ liegt ein Bekennerschreiben vor.

Die Vereins-Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim luden am Mittwochabend zum außerplanmäßigen Fandialog, an dem knapp 400 Anhänger teilnahmen.

Nach knapp 140 Minuten eskalierte die Diskussion. Mitglieder der aktiven Fanszene skandierten „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt!“ und verließen das Stadion.

Am Donnerstagnachmittag erreichte die HZ ein anonymes Schreiben, in dem angekündigt wurde, die Homepage des 1. FC Heidenheim lahmzulegen.

Zitat: „Ich bin ein mitglied von der FCH fanszene. weil die verhandlungen das hausverbot aufzuheben gescheitert sind, sehen wir uns zu drastischeren schritten gezwungen die webseite vom FCH wird durch einen hackerangriff offline genommen. würden sie darüber berichten?“

Kurz darauf war die Seite tatsächlich nicht mehr erreichbar. Ab etwa 14 Uhr kam beim Aufruf der Homepage eine Fehlermeldung.

Experten zufolge könnte es sich dabei um einen DDOS-Angriff handeln. Dabei werden Server mit massiven Anfragen bombardiert, bis sie aufgrund von Überlastung zusammenbrechen.

Gegen 16 Uhr bestätigte der FC Heidenheim „technische Probleme“ mit der Internetseite. IT-Spezialisten gingen der Sache nach, eine Ursache für den Ausfall konnte zunächst nicht genannt werden. Darüber hinaus möchte der Verein Anzeige erstatten.

Die Reaktionen der HZ-Leser fallen unterschiedlich aus:

Was ist ein DDoS-Angriff?

Der Begriff "DDOS" (aus dem Englischen, „Denial of Service“, zu Deutsch „Verweigerung des Dienstes“) ist die geläufigste Art, eine Webseite anzugreifen, um ihr zu schaden.

Der Server, auf welchem die Webseite gespeichert ist, wird dabei sehr oft in sehr kurzen Abständen aufgerufen, wodurch er die massive Anzahl an Anfragen nicht mehr länger verarbeiten kann und überlastet ist.

Als Resultat lässt sich die Webseite nicht mehr aufrufen.