Heidenheim Verdächtiges Gurkenglas: Entwarnung nach Bombenalarm in der Nördlinger Straße

Keine Bombe gefunden: Die Polizei konnte nach einem ominösen Fund am Donnerstagvormittag schon wenig später Entwarnung geben.
Keine Bombe gefunden: Die Polizei konnte nach einem ominösen Fund am Donnerstagvormittag schon wenig später Entwarnung geben. © Foto: Archiv
Heidenheim / Erwin Bachmann 11.08.2017
Heute Vormittag wurde wegen eines verdächtigen Gegenstandes in einem Gebäude in der Nördlinger Straße in Heidenheim Bombenalarm ausgelöst. Nach zwei Stunden konnte wieder Entwarnung gegeben werden.

Für einige Aufregung sorgte am Donnerstagvormittag der Fund eines verdächtig wirkenden Gegenstandes in einem Gebäude in der Nördlinger Straße. Es wurde Bombenalarm ausgelöst, doch konnte schon nach knapp zwei Stunden wieder Entwarnung gegeben werden.

In dem von der Stadt Heidenheim angemieteten Haus befinden sich vier Wohnungen, in denen Obdachlose, abgelehnte Asylbewerber sowie einige junge Leute untergebracht sind, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ins Land gekommen waren, inzwischen aber erwachsen sind.

Gurkenglas mit elektrischen Drähten entdeckt

In deren Bleibe hat am Donnerstagvormittag eine städtische Mitarbeiterin nach dem Rechten gesehen und war dabei auf ein merkwürdig anmutendes Arrangement gestoßen: Auf einem Kleiderschrank stand ein Gurkenglas, in dem sich eine milchig anmutende Flüssigkeit befand und aus dem zwei elektrische Drähte herausragten.

Die Frau setzte sich mit dem Polizeirevier Heidenheim in Kenntnis und übermittelte ein Foto des seltsamen Objektes, worauf Polizisten ausrückten und das direkt an der B 19 liegende Wohngebäude absicherte und evakuierte. 20 Bewohner wurden ins Freie geleitet, und während aus dem Stuttgarter Landeskriminalamt ein Entschärfungs-Kommando auf dem Weg nach Heidenheim war, wurden auf dem nahen Festplatz vorsichtshalber Feuerwehr und DRK in Bereitschaft gehalten.

Gegen 11.15 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, nachdem die Delaborierer festgestellt hatten, dass von der vor Ort in Augenschein genommenen Vorrichtung keine Gefahr ausging.

Um welche Substanz es sich bei dem Inhalt des mit einem Schraubdeckel verschlossenen Glases handelt und was es mit den Drähten auf sich hat, konnte noch nicht geklärt werden.