Heidenheim Energiegespräche: Denkanstöße zur Zukunft des Bauens

Heidenheim / HZ 03.11.2018
Zwei Spezialisten sprechen am Dienstag über Trends und Konzepte im Hochbau.

Bei der 13. Auflage der Heidenheimer Energiegespräche geht es einmal mehr um zukunftsweisende Konzepte im Kontext des energieeffizienten Bauens. Die Veranstaltung der Architektenkammergruppe und der VDI-Brenzgruppe findet am Dienstag, 6. November, ab 18.30 Uhr, im Lokschuppen statt.

Zwei Referenten wollen mit ihren Impulsvorträgen Denkanstöße zur aktuellen Energie- und Architekturdebatte geben unter dem Leitthema „Zukunft, Energie, Konzepte“. Für die Veranstaltung hat Landrat Thomas Reinhardt die Schirmherrschaft übernommen.

Mit dem Komplex „Energieeffizienz in der Region“ beschäftigt sich Prof. Dr. Martina Klärle aus Weikersheim. Sie ist Professorin für Landmanagement an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS), Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik (FFin), Direktorin des Center for Applied European Studies (CAES), Leiterin des Forschungsfeldes Erneuerbare Energien im Landmanagement sowie Geschäftsführerin der Hessischen Landgesellschaft (HLG). Dr. Klärle wird Beispiele zum Plus-Energie-Bauen in Siedlungen, für Einzelhäuser und bei der Sanierung von Gebäuden aufzeigen. Unter dem Motto „die Energiewende fängt bei einem selbst an“ stellt sie darüber hinaus ihr persönliches Engagement am Beispiel ihres zum Plus-Energiehaus sanierten Bauernhofes (HOF8, Schäftersheim) vor.

High- und Low-Tech

„High-Tech versus Low-Tech“ diskutiert Diplom-Architekt (ETH/SIA) Prof. Dietrich Schwarz aus Zürich. Er ist Professor für nachhaltiges Bauen, an der Universität Liechtenstein, Geschäftsführer von Dietrich Schwarz Architekten AG, Verwaltungsrat der GLASSX AG und Vorstandsmitglied von Minergie, Agitec AG, Isofloc AG. Schwarz beschreibt die Technik als die Art und Weise, wie Materie transformiert wird: Mit einer geringen Eingriffstiefe – Low-Tech – wie bei einem Steinhaus in den Bergen, oder mit einer sehr hohen Eingriffstiefe – High-Tech – wie bei einem Glas-Büroturm im Stadtzentrum, wo Materialien mehrfach verarbeitet werden. Dabei möchte er die beiden Begriffe ohne Bewertung sehen, entscheidender sei die Effizienz, mit welcher ein Ziel erreicht wird. Nach einer Podiumsdiskussion folgt zum Abschluss ein Stehempfang. Die auf Initiative der Heidenheimer Architekten ins Leben gerufenen „Heidenheimer Energiegespräche“ sind eine Gemeinschaftsveranstaltung des Landkreises Heidenheim, der Architektenkammer Baden-Württemberg, der Architektenkammergruppe Heidenheim, des Runden-Tisch-Energie Heidenheims (RTE-HDH) und des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI-Brenzgruppe).

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