Heidenheim / Michael Brendel Nach der erfolgreichen Premiere vom Wochenende geht der Blick bereits ins nächste Jahr.

Iris Mack ist die Erleichterung anzusehen: Die maßgeblich von ihr als kommunaler Behindertenbeauftragter organisierte Ausbildungs- und Berufsmesse für Menschen mit Behinderungen stieß am vergangenen Samstag auf überraschend große Resonanz. Die Premiere in der Dualen Hochschule kam so gut an, dass eine Wiederholung im kommenden Jahr als ausgemachte Sache gelten kann: „Es war eine rundum gelungene Sache, und ich habe fast nur positive Rückmeldungen erhalten“, so Mack.

Dabei waren die Voraussetzungen ungleich schlechter als bei einer Ausbildungsmesse üblicher Prägung: Gehen bei derjenigen auf dem Schlossberg gerade in Zeiten des wachsenden Fachkräftemangels regelmäßig Hunderte junge Menschen mit dem Zuschlag für eine Lehrstelle oder zumindest mit dem Termin für ein Vorstellungsgespräch in der Tasche nach Hause, standen in der DH nicht durchweg die künftigen Leistungsträger im Mittelpunkt.

Markt der Möglichkeiten Trotz Handicap gefragt

Die jährliche Ausbildungs- und Studienmesse auf dem Schlossberg ist längst ein Publikumsrenner. In der DH feierte jetzt eine vergleichbare Veranstaltung für Menschen mit Behinderungen Premiere.

Ansprechpartner gesucht

Wer durch eine Behinderung gehandicapt ist oder sich nach einer schweren Erkrankung bzw. einem Unfall um eine Ausbildung bemüht, ist normalerweise eben deutlich weniger gefragt. Oftmals besteht zudem Unklarheit darüber, welche Anlaufstellen und Ansprechpartner es gibt.

Viele offene Fragen konnten Mack zufolge am Samstag geklärt werden: „Es waren genau die Personen da, die wir beraten wollten, und wir konnten ihnen Antworten bieten.“ Etwa 200 Besucher machten während der vierstündigen Messe von dieser Möglichkeit Gebrauch, und passend zum Veranstaltungsort kamen auch konkrete Anfragen hinsichtlich eines Studiums zur Sprache.

Positive Rückmeldungen

Zu einer Nachbesprechung kommen die an der Organisation beteiligten Partner zwar erst in einigen Tagen zusammen, doch deuten Mack zufolge die bisher vorliegenden Bewertungen darauf hin, dass es im nächsten Jahr zwischen Fasching und Ostern an gleicher Stelle eine Neuauflage gibt.

Möglicherweise lässt sich dann eine Lösung finden, wie der von manchen angesichts der großen Zahl von Besuchern als zu hoch empfundene Lärmpegel im Ausstellungsbereich reduziert werden kann. Als wünschenswert wurde auch eine stärkere Präsenz großer Firmen aus dem Landkreis bezeichnet.

Und vielleicht lässt sich ja irgendwann auch eine Wunschvorstellung von Iris Mack umsetzen: eine gemeinsame Veranstaltung mit der großen Ausbildungs- und Studienmesse auf dem Schlossberg.