Heidenheim Ein Schluck „Summer Wine“ im Brenzpark

600 Gäste bei den „Silverheads“.
600 Gäste bei den „Silverheads“. © Foto: Hans-Peter Leitenberger
Heidenheim / Hans-Peter Leitenberger 21.08.2018
Die „Silverheads“ spielten im Rahmen von „Sommer im Park“ vor 600 Besuchern alte Country-Hits.

Sie gehören schon lange zum musikalischen Inventar bei „Sommer im Park“, die „Silverheads“ aus dem Filstal mit dem bayerisch-schwäbischen „Import“ Sonja Schwedler. Den 600 Gästen, die größtenteils selbst der „Silverhead“-Generation angehörten, boten sie eine Mischung aus Country, Gospel, Rockabilly, Blues und Folk. „We are not Johnny Cash“ lautete ihr Programm, aber die Songs erklangen mitreißend und authentisch, nicht nur wegen des prächtigen Bassbaritons von Hermann Oberheuser.

Die kernige Gitarre von Walter Lorenz, das rhythmische Feeling von Manfred Singer an den Drums und Charlie Vogts lebendig geführter Bass entführten in die Welt des anderen Amerika, fernab von derzeitigen präsidialen Polit-Poltereien. Lieder vom Unterwegssein erklangen da, wie „L.A. International Airport“, einem 1971er-Hit von Susan Hayes, bei dem die Triebwerke einer 747 für Bewegung sorgten, oder der 300-PS-Pontiac bei „Tulsa Time“ von Eric Clapton, der über den Highway rast.

Sonja Schwedlers sonnenklare, wandlungsfähige Stimme bot auch Nachdenkliches wie Johnny Cashs Liebeserklärung an June Carter bei „If I Were A Carpenter“. Der CCR-Hit „Bad Moon Rising“ begeisterte ebenso wie Johnny Cashs strahlendes „Ring of Fire“. Nicht nur die klaren, sauberen Haltetöne und die rasanten Registerwechsel bei Sonja Schwedler, auch das solide sängerische und spielerische Können der „Silverheads“ bei den unterschiedlichen Stilrichtungen überzeugten.

Man war gerne unterwegs bei diesen faszinierenden Country-Klängen voller Rebellentum und Schwung, aber die leisen Töne gehörten bei den „Silverheads“ auch dazu. Der „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash ging ebenso unter die Haut wie das „I Saw The Light“ der Country-Legende Hank Williams. Ein Schluck vom Hippie-seligen „Summer Wine“ ließ die Besucher träumen und danach auf die „Rock Island Line“ aufspringen. Cash hätte nicht nur da seine Freude gehabt.

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