Großkuchen Musikverein baut ehemaliges Schützenheim um

Außen und innen ist einiges in Bewegung: Das ehemalige Schützenhaus bekommt eine Zufahrt direkt zum Keller. Im Inneren wurden neue Raumaufteilungen geschaffen. Der ehemalige Schießstand (links unten) wird der neue Probenraum.
Außen und innen ist einiges in Bewegung: Das ehemalige Schützenhaus bekommt eine Zufahrt direkt zum Keller. Im Inneren wurden neue Raumaufteilungen geschaffen. Der ehemalige Schießstand (links unten) wird der neue Probenraum. © Foto: Michael Hross
Großkuchen / Catrin Weykopf 30.08.2018
Der Musikverein Großkuchen baut das ehemalige Schützenhaus in Eigenregie um. Ab Herbst sollen Musiker, Gesangsverein und Theaterverein das Gebäude beziehen.

Es ist deutlich mehr Arbeit als gedacht. Michael Hross vom Musikverein Großkuchen lacht auf, als er das sagt. „Aber das ist ja typisch bei alten Gebäuden.“ Seit Frühjahr ist der Verein damit beschäftigt, das 1986 erbaute, ehemalige Großkuchener Schützenhaus zu renovieren und zu sanieren. Nach Auflösung der Schützenfreunde 2016 war das Gebäude von der Stadt Heidenheim übernommen worden. Nun pachtet es der Musikverein und er hat Großes vor. Wenn das Haus im Herbst bezugsfertig ist, sollen dort nicht nur die Musiker eine neue Bleibe finden. Auch der Gesangsverein Frohsinn und der Theaterverein werden dort Lagerräume beziehen. Bevor dies möglich ist, stehen umfangreiche Umbauten und Sanierungsarbeiten an. So wurden die in die Jahre gekommenen Sanitärräume aus dem Keller herausgerissen und neue Toiletten im Erdgeschoss eingebaut und der ehemalige Schießstand wird zum Proberaum für den Musikverein umfunktioniert. Bis auf den Eingangsbereich wird nichts mehr so sein, wie es zuvor war, berichtet Hross. „Die Raumaufteilung hat sich schon gewaltig verändert“, sagt er.

Möglich machen den Umbau zahlreiche Vereinsmitglieder, die in ihrer Freizeit anpacken. Jeden Samstag treffen sich in wechselnder Besetzung an die zehn Personen und arbeiten. Und auch unter der Woche wird gewerkelt. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so viele handwerklich fitte Mitglieder haben und auch Rentner, die viel Zeit haben und obendrein bereit sind, die bei uns einzubringen“, sagt Hross.

Finanziell hingegen geht der Umbau nicht ganz so leicht von der Hand. Zwar habe der Verein Rücklagen und es sei auch bereits durch eine Spendenaktion in Großkuchen einiges zusammengekommen. Dennoch wird weiter Unterstützung gebraucht. Deswegen hat der Verein ein Projekt auf dem HZ-Spendenportal „Unsere Hilfe zählt“ angelegt. Insgesamt 5000 Euro hofft man so, zusammen zu bekommen. Dies würde einen Teil der Materialkosten decken, die Hross mit insgesamt 15 000 bis 20 000 Euro beziffert – für die Innenraum- und die Außengestaltung des neuen Heims.

Auch für den Theaterverein, der im Keller des ehemaligen Schützenhauses sein neues Lager beziehen wird, ist der Umzug ein Glücksfall. „Für uns ist das eine wirklich gute Möglichkeit“, sagt Erich Bawidamann, der Vorsitzende. „Wir mussten unsere teils sehr großen Kulissen bisher immer durch eine kleine Luke bugsieren. Künftig können wir mit dem Hänger direkt vorfahren und die Sachen problemlos im Keller unterbringen.“

Was aus der ehemaligen Raiffeisen– später Volksbank wird, wo Musik-, Theater- und Gesangsverein bisher ihre Lagerräume hatten, ist noch offen. Das Gebäude wurde an eine Privatperson verkauft. Welche Pläne diese hegt, weiß aber auch Ortsvorsteher Josef Weber noch nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass sich kurzfristig dort nichts verändert“, so Weber, der im Gegenzug stolz darauf ist, mit welchem Einsatz am ehemaligen Schützenhaus gearbeitet wird. „Mir war es wichtig und ich freue mich, dass dort ein ortsansässiger Verein untergekommen ist“, sagt er. „Und man muss die Musiker wirklich loben, mit welchem Einsatz sie arbeiten. Immer wenn man am Haus vorbei kommt, wimmelt es wie im Bienenstock.“

Spenden sind möglich

Auf dem HZ-Spendenportal Unsere Hilfe zählt bitten rund 50 gemeinnützige Vereine und Gruppen aus dem Landkreis um Spenden für ihre Projekte. Zu erreichen ist das Portal unter www.unsere-hilfe-zaehlt.de

Wer etwas spenden möchte, wählt eines der über 90 Projekte aus. Per Klick auf das Feld „Alle Projekte ansehen“, gelangt man zur Übersicht. Per Klick auf ein Projekt gelangt man zur Beschreibung sowie zur Spendenmöglichkeit.

Um zu spenden, genügt ein Klick auf das blaue Feld „Jetzt Spenden“. Anschließend kann eine Zahlungsmöglichkeit ausgewählt werden (Überweisung, Kreditkarte, Paypal oder Paydirect). Nach Angabe der eigenen Daten (Bankverbindung, Name, Emailadresse) kann die Spende abgeschickt werden. Eine Spendenbescheinigung erhalten Spender im Februar des Folgejahres per Email an die angegebene Adresse.

Die Kreissaprkasse Heidenheim übernimmt die Transaktionskosten für jede Spende, dadurch wird ermöglicht, dass der begünstigte Verein 100 Prozent einer Spende ohne Abzüge erhält

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