Heidenheim Ein gutes Jahr für die Heidenheimer Kreissparkasse

Freuen sich über gute Geschäftszahlen: Kreissparkassen-Vorstandschef Dieter Steck (re.) und sein Stellvertreter Thomas Schöpplein.
Freuen sich über gute Geschäftszahlen: Kreissparkassen-Vorstandschef Dieter Steck (re.) und sein Stellvertreter Thomas Schöpplein. © Foto: Foto Becker
Heidenheim / Silja Kummer 09.07.2018
Die Kreissparkasse legt ihre Bilanz für 2017 vor: Von der guten Wirtschaftslage profitierte auch die Heidenheimer Bank. Trotz niedriger Zinsen stiegen sogar die Spareinlagen, das Kreditgeschäft läuft ohnehin blendend.

Stell dir vor, es gibt keine Zinsen, aber die Menschen bringen trotzdem ihr Geld zur Bank: Dieser für Kreditinstitute glückliche Umstand ist laut Dieter Steck, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim, der Tatsache geschuldet, dass die Beschäftigung sehr hoch ist und die Menschen für schlechtere Zeiten vorsorgen wollen.

Die Kundeneinlagen bei der Kreissparkasse wuchsen 2017 um rund 37 Millionen auf einen Stand von rund 1,44 Milliarden Euro an. Aufgrund der Negativzinsen, die Kreditinstitute bei der Bundesbank auf ihre Einlagen bezahlen, schätzt Steck den Verlust, den seine Bank mit den Spareinlagen macht, auf rund 500 000 Euro für das aktuelle Jahr. Trotzdem gebe es für Kunden die Möglichkeit, Zinsen zu bekommen: „Wir empfehlen, etwas zu diversifizieren und auch Geld in Aktien zu investieren“, sagt Thomas Schöpplein, Stecks Vorstandskollege.

Gewinn leicht gestiegen

Grundsätzlich profitiere die Kreissparkasse von der guten wirtschaftlichen Grundstimmung, meint Steck. Die Bilanzsumme des Unternehmens liegt mit 1,943 Milliarden Euro fast genauso hoch wie im Vorjahr (1,944 Mrd.). Der Bilanzgewinn stieg von einer Million (2016) auf 1,17 Millionen (2017). „Der extrem lange Aufschwung ist sehr ungewöhnlich“, konstatiert Steck. Die Kreissparkasse setzt als lokale Bank auf örtliche Nähe und persönliche Betreuung. Es gibt 23 Sparkassenfilialen, in jeder rechtlich selbstständigen Gemeinde des Kreises mindestens eine. „Solange die Ergebnisse so bleiben, werden wir daran auch nichts ändern“, versichert Steck.

Aufgrund der niedrigen Zinsen läuft das Kreditgeschäft der Bank gut, mit rund 1,2 Milliarden Euro erreichte das Kundenkreditgeschäft einen neuen Höchstwert. Dieser komme sowohl aus dem gewerblichen Kreditgeschäft als auch von Privatpersonen. Parallel dazu ist auch der Umsatz der Immobilienmakler der Kreissparkasse um 1,3 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro angestiegen. Dieser Effekt sei überwiegend dem Umstand geschuldet, dass mehr Objekte verkauft wurden, aber es habe auch Preissteigerungen bei Immobilien gegeben, sagt Thomas Schöpplein.

In der Digitalisierung sieht Dieter Steck vor allem Chancen für seine Bank. Rund 70 Prozent der Kunden nutzen bereits das Online-Banking. „Die beleghafte Überweisung stirbt aus“, sagt er. Für die Bank bedeutete dies in der Vergangenheit auch Einsparungen beim Personal, das teilweise auf die Beratungstätigkeit umgeschichtet wurde. „Dieser Prozess ist aber weitgehend abgeschlossen“, so Schöpplein.

Rund 757 000 Euro ließ die Kreissparkasse im vergangenen Jahr als Spenden an Vereine und gemeinnützige Organisationen im Landkreis fließen, aber auch die Förderung von Opernfestspielen und dem 1. FC Heidenheim fielen darunter. Die Sparkassen-Bürger-Stiftung hat mittlerweile ein Stiftungsvolumen von 1,45 Millionen Euro.

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