Heidenheim Edgar Klaiber wird der erste Profi-Geschäftsführer beim HSB

Wird der erste HSB-Geschäftsführer: Edgar Klaiber.
Wird der erste HSB-Geschäftsführer: Edgar Klaiber. © Foto: privat
Heidenheim / Erwin Bachmann 17.02.2018
Edgar Klaiber, gebürtiger Heidenheimer, wird der erste Profi-Geschäftsführer in der Vereinsgeschichte.

Braucht der HSB einen hauptamtlichen Geschäftsführer – und wenn ja, mit welchen Befugnissen? Die Frage war vereinsintern durchaus umstritten, ist aber bei der außerordentlichen Hauptversammlung im Januar mit einer knappen Mehrheit beantwortet worden, die den Weg für diese vom ehrenamtlichen Vorstand gewünschte neue Position frei gemacht hat. Jetzt ist auch die Personalie entschieden: Der Neue heißt Edgar Klaiber, kommt ursprünglich aus Heidenheim und bringt einschlägige Erfahrungen mit, wenn er am 1. Mai hier seinen Job antritt.

Seine berufliche Laufbahn hat der 39-Jährige bei der Heidenheimer Volksbank begonnen. Der Ausbildung zum Bankkaufmann folgte ein Betriebswirtschafts-Studium an der Fachhochschule Heilbronn mit dem Schwerpunkt Sportmanagement. Klaiber blieb im Raum Heilbronn, wo er seit 2010 bei der Neckarsulmer Sport-Union als Geschäftsführer tätig ist und auch im ehrenamtlichen Vorstand mitgewirkt hat. Der Verein zählt rund 3700 Mitglieder und betreibt 15 Abteilungen.

Rückkehr zum Stammverein

In Heidenheim tritt der Vollprofi eine Stelle an, für die eigentlich der im Dezember 2017 plötzlich verstorbene Fecht-Abteilungsleiter Jochen Kassel vorgesehen war. Edgar Klaiber hatte aber bereits vor etwa eineinhalb Jahren die Fühler nach Heidenheim ausgestreckt, nachdem er und seine aus Landshausen stammende Frau den Wunsch verspürten, wieder in die heimatlichen Gefilde zurückzukehren: was sie jetzt mit ihren zwei kleinen Kindern denn auch tun.

Dass es beim Heidenheimer Sportbund geklappt hat, freut Edgar Klaiber ganz besonders. „Das ist mir auch eine Herzensangelegenheit,“ sagt er, war es doch der HSB, wo er in jungen Jahren selbst die Kickstiefel geschnürt hat. Die Rückkehr zum einstigen Stammverein hat aber noch andere Reize: zum Beispiel, in eine hier ganz neu geschaffene Stelle eigene Erfahrungen und Ideen einbringen zu können – und das in einem Verein, der sowohl im Blick auf die rund 4300 Mitglieder als auch auf die Abteilungsvielfalt nochmal eine Nummer größer ist.

Sein künftiges berufliches Tun steht eigentlich auf drei Beinen, denn der einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer des Gesamtvereins wird zudem für das Fechtzentrum zuständig sein und – wie früher Jochen Kassel – als Geschäftsführer der Hellenstein Sportmarketing GmbH auch die Kommunikation und Vermarktung des Heidenheimer Fechtsports verantworten.

HSB-Vorsitzender Dr. Volker Wiedenmann freut sich, dass man sowohl bei den Fechtern als auch bei den Sportmarketing-Gesellschaftern sehr positiv auf den neuen Mann reagiert hat, den er aufgrund seiner beruflichen Vita und seines Drahtes nach Heidenheim auch höchstpersönlich als Glücksgriff sieht: „Besser kann man es nicht kriegen.“