Heidenheim / Thomas Zeller Bei einigen Firmen der Heidenheimer Unternehmensgruppe um Wolfgang Wilhelm R. sind am Dienstag in Abwesenheit der Vorstände die Büroräume durchsucht worden. Das teilten die betroffenen börsennotierten Firmen in Pflichtmitteilungen selbst mit.

Im Fokus der Durchsuchungen standen die Firmenräume der Beteiligungen im Baltikum AG, die Konsortium AG und die Kremlin AG in Heidenheim. Wer für die Durchsuchungen verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Nach Angaben der Beteiligungen im Baltikum AG seien nach der ersten Sichtung einzelne Ordner mitgenommen worden. Außerdem liege ein Pfändungsbeschluss in bislang unbekannter Höhe vor. Die Firma weist aber ausdrücklich darauf hin, dass weder die Gesellschaft noch der Vorstand diesbezüglich Beschuldigte seien.

Bei der Konsortium AG seien ebenfalls einzelne Ordner eingepackt worden und auch die Kremlin AG teilte die Beschlagnahme von Unterlagen mit. Beide Gesellschaften sind der Meinung, es habe kein Durchsuchungsbeschluss vorgelegen.

Zuletzt hatte die Gruppe mit Rotlicht-Plänen für Gesprächsstoff gesorgt. So warb die Red Rooms AG um Anlegergeld für die Erweiterung eines Bordellbetriebs in der Siemensstraße in Heidenheim. Seit August 2018 wurde die Firma in die KK Immobilienfonds III AG umbenannt. Aktionäre der Gesellschaft sind neben Wolfgang Wilhelm R. die jetzt durchsuchte Konsortium AG und die AGS Portfolio AG mit Sitz in Düsseldorf.