Heidenheim Durchfahrtsstraßen durch die Innenstadt am gefährlichsten

Ein Unfallschwerpunkt ist auch die B 19: 25 Unfälle mit Personenschaden gab es 2017 auf dem Streckenabschnitt zwischen Schmelzofenvorstadt und der Ampelkreuzung vor Herbrechtingen. Unser Bild zeigt einen davon, hier wurden vier Personen verletzt.
Ein Unfallschwerpunkt ist auch die B 19: 25 Unfälle mit Personenschaden gab es 2017 auf dem Streckenabschnitt zwischen Schmelzofenvorstadt und der Ampelkreuzung vor Herbrechtingen. Unser Bild zeigt einen davon, hier wurden vier Personen verletzt. © Foto: Archiv/Markus Brandhuber
Heidenheim / Jens Eber 11.10.2018
Auf der B 466 zwischen Schillerkreisel und Tierheim passieren die meisten Unfälle im Landkreis Heidenheim, außerorts sind die Verletzungen meist gravierender.

In Heidenheim gibt es die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf dem Streckenabschnitt der B466 zwischen dem Schillerkreisel und dem Tierheim. Auf dieser gut vier Kilometer langen Strecke geschahen 2016 insgesamt 42 Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden, im vergangenen Jahr waren es 37 Unfälle. Dieser Straßenabschnitt ist auch kreisweit derjenige mit der stärksten Häufung von Unfällen mit Personenschaden.

Dies geht aus dem Unfallatlas hervor, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder auf ihrem Statistikportal im Internet veröffentlicht haben. In diesem Atlas sind alle Verkehrsunfälle aus den Jahren 2016 und 2017 verzeichnet, bei denen die hinzugerufene Polizei verletzte Personen registriert hat. Zwar werden die Unfälle nach der Art der beteiligten Fahrzeuge und der Schwere der Verletzungen unterteilt, eine Gewichtung unternimmt der Unfallatlas aber nicht. Die Auflistung erfolgt rein quantitativ.

Demnach gab es im Landkreis 2016 zwei Streckenabschnitte mit besonders vielen Verletzten, im vergangenen Jahr waren es sogar drei. Rein zahlenmäßig werden auf den Landstraße und der Autobahn zwar weniger Menschen verletzte als auf diesen Strecken, allerdings sind aufgrund der höheren Geschwindigkeiten die dort gefahren werden, die Verletzungen oftmals gravierender.

Kollisionen Auto – Fußgänger

Auf der Ost-West-Achse der B466 zwischen Schillerkreisel und Tierheim passierten 2016 der Statistik zufolge 21 Pkw-Unfälle mit Leichtverletzten, zweimal wurden Menschen bei reinen Autounfällen schwer verletzt. In sieben Fällen kam es zu Zusammenstößen zwischen Pkw und Radfahrern, wobei ein Radfahrer schwer verletzt wurde. Vier Fußgänger wurden zudem 2016 auf dieser Strecke verletzt. Bei insgesamt fünf Unfällen gab es Schwerverletzte

Im vergangenen Jahr entspannte sich die Lage hier rein zahlenmäßig zwar ein wenig. Bei 15 Pkw-Unfällen erlitten Menschen leichte Verletzungen, das heißt, sie mussten nicht stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Allerdings wurden 2017 bei acht Unfällen Personen schwer verletzt, drei davon Motorradfahrer.

Einen weiteren vor allem innerstädtischen Schwerpunkt bildet die B 19 im Bereich zwischen der Schmelzofenvorstadt bis zur Ampelkreuzung vor Herbrechtingen. 2016 geschahen dort 21 Unfälle mit verletzten Personen, ein Mensch starb. 2017 nahm die Polizei auf diesem Streckenabschnitt 25 Unfälle mit Personenschaden auf. Wiederum kam ein Mensch zu Tode.

Besonders viele Schwerverletzte

Der Streckenabschnitt der Landesstraße 1083 vom östlichen Heidenheimer Ortsausgang bis zum Ortseingang Giengen gehörte 2017 mit 16 Kollisionen zu den unfallträchtigen Strecken. Mutmaßlich wegen der außerorts möglichen höheren Geschwindigkeiten gab es hier besonders viele Schwerverletzte: nach fünf der Unfälle mussten Menschen für mehr als 24 Stunden ins Krankenhaus. 2016 wurden auf dieser Strecke bei fünf Unfällen Menschen verletzt.

Eine ähnliche Spreizung gab es auf der B466 zwischen Heidenheim und Nattheim im Bereich der Lindletalbrücke. Während dort 2017 bei zwei Unfällen Verletzte zu beklagen waren, wurden 2016 bei insgesamt sechs Kollisionen Personen verletzt.

Im Heidenheimer Stadtgebiet wiederum kracht es häufig in Kreuzungsbereichen und an Einmündungen in die Hauptverkehrsstraßen.

Noch mehr Details gibt es hier: [Link auf https://unfallatlas.statistikportal.de/]

Polizei bilanzierte für 2017 mehr Unfälle und weniger Verletzte

Eine detaillierte Statistik über die Unfallzahlen führt die Polizei: Hier werden Jahr für Jahr die Zahlen aller Verkehrsunfälle ausgewertet, nicht nur die der Kollisionen mit Personenschaden. 2017 ereigneten sich im Landkreis insgesamt 2862 Unfälle, die der Polizei bekannt wurden. Im Jahr zuvor waren es 2727. Für 2017 stellte die Polizei eine Zunahme der Unfälle mit Personenschäden im Landkreis fest.

512 Menschen wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen verletzt, vier Menschen starben. Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, obwohl sich die Gesamtzahl der Unfälle erhöht hat.

Nicht nur Zahlen werden von der Polizei erfasst, sondern auch die Ursachen der Unfälle. Abgenommen hat die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinwirkung, zu schnelles Fahren ist hingegen häufig ein Grund dafür, dass jemand verunglückt. Die Missachtung der Vorfahrt und Ablenkung, etwa durch die Nutzung eines Mobiltelefons, führen auch häufig zu Unfällen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel