Heidenheim Duale Hochschule: Student in letzter Minute

Last-Minute geht auch bei der Dualen Hochschule. Auf der Website gibt es extra eine „Last-Minute-Studienpaltzbörse“, über die sich Sudieninteressierte informieren können, welche Partnerunternehmen noch nach Kräften suchen.
Last-Minute geht auch bei der Dualen Hochschule. Auf der Website gibt es extra eine „Last-Minute-Studienpaltzbörse“, über die sich Sudieninteressierte informieren können, welche Partnerunternehmen noch nach Kräften suchen. © Foto: Oliver Vogel/Archiv
Heidenheim / Tina Lischka 04.09.2018
Die Duale Hochschule Heidenheim hat eine Last-Minute-Börse eingerichtet, bei der man auf einen Blick sehen kann, welche Partnerunternehmen noch nach künftigen Studenten suchen.

Die Schule ist vorbei, das Abitur in der Tasche. Wie soll es jetzt weitergehen? Die Suche nach einem passenden Studienplatz ist nicht immer einfach. Wo liegen die Interessen und Talente? Was möchte man mit seinem Leben anfangen? Auch jetzt, kurz vor Studienbeginn, kann man sich noch entscheiden und bewerben, wie die Last-Minute-Studienplatzbörse der Dualen Hochschule Heidenheim (DHBW) zeigt. Aber warum sind überhaupt noch Studienplätze frei?

Auf der Website der DHBW kann sich jeder, der noch auf der Suche ist, einen Überblick über das Angebot verschaffen. Wo gibt es freie Plätze? Welche dualen Partner suchen noch nach künftigen Studenten? Bislang sind bereits mehr als 750 Erstsemester zugelassen – und es werden mehr. Insgesamt werde die Last-Minute-Studienplatzbörse gut angenommen, nach und nach füllten sich auch die freien Studiengänge, so Studienberaterin Katrin Fischer.

Was ist beliebt?

Besonders in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen wie BWL–Bank, Wirtschaftsinformatik und in technischen Studiengängen wie Maschinenbau seien derzeit noch Studienplätze frei. Woran das liegt? Laut Rektor Prof. Dr.-Ing. Dr. Rainer Przywara gibt es hier mehrere Gründe. Unter anderem sei es der Fall, dass manche Unternehmen einen hohen Bedarf an Fachkräften hätten und deshalb kurzfristig noch weitere Studenten suchten. Oder aber die dualen Partner seien einfach noch auf der Suche nach einem passenden Studenten für ihr Unternehmen, und hätten diesen noch nicht gefunden.

Aber: Auch die Beliebtheit der Studiengänge spielt eine Rolle. Diese hänge stark von aktuellen Entwicklungen in den jeweiligen Branchen ab. „Beispielsweise kämpfen Banken und Finanzinstitute aktuell mit einem negativen Image, dieses wirkt sich leider auch auf die Nachfrage nach Studienplätzen in diesem Bereich aus“, so Przywara. Ein ganz anderes Bild zeige sich im Bereich Informatik, wo die Nachfrage derzeit enorm sei. Bereits in den vergangenen Jahren habe sich das aufgrund der Digitalisierung gezeigt.

Während Firmen in diesem Bereich nach Studenten suchten, da sie Fach- und Führungskräfte brauchen, sei auch umgekehrt die Nachfrage bei den Studenten hoch, erklärt DH-Pressesprecherin Simone Baumann. Ab 2019 hat die DHBW einen weiteren Studiengang im Angebot, der diesem Trend folgt. „BWL-Digital-Business-Management“ heißt der Studiengang, der wegen des hohen Bedarfs seitens der Partner angeboten werde.

Was beliebt und unbeliebt ist, verändere sich stetig, so Baumann. So hätten technische Berufe wie Maschinenbau in den vergangenen Jahren geschwächelt, legten aber jetzt wieder zu. Im Studiengang Soziale Arbeit könne man in den vergangenen Jahren einen starken Zuwachs verzeichnen, so Rektor Przywara. Grund dafür sei, dass es hier einen hohen Bedarf in der Praxis gebe, aber auch die Relevanz der Inhalte für die Gesellschaft spiele eine wichtige Rolle.

Am 1. Oktober beginnt das neue Semester. Wie viele Studienplätze bis dahin noch besetzt werden, ist offen. Die Vorjahresmarke von 800 Studenten werde, so Przywara, demnächst erreicht. Insgesamt habe man in diesem Jahr eine Kapazität von rund 880 Studienplätz für Erstsemester, so Baumann. Diese Zahl variiere allerdings von Jahr zu Jahr, je nach Angebot der Partner.

Auch eine Bewerberbörse ist seit kurzem online

Die DHBW bietet seit kurzem eine weitere Plattform auf ihrer Website an, um Bewerber und duale Partner zusammenzubringen. In der Bewerberbörse können Interessierte ihre Bewerbungsunterlagen hochladen. Somit haben die Unternehmen die Möglichkeit, direkt über die Plattform nach passenden Kandidaten zu suchen. Während sonst der Bewerber das Unternehmen kontaktiert, kann hier der duale Partner einzelne Bewerber direkt anschreiben.

Derzeit werden 21 Bachelor-Studiengänge an der DHBW Heidenheim angeboten.

Ab 2019 kommt der Studiengang „BWL-Digital-Business-Management“ neu hinzu.

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