Hilfe Dritte-Welt-Verein: Fairness kann Flucht verhindern

Mit durchschnittlich 7000 Euro pro Jahr aus Spenden unterstützt der Verein Partnerschaft 3. Welt jährlich Hilfsvorhaben in Entwicklungsländern wie hier in Palästina.
Mit durchschnittlich 7000 Euro pro Jahr aus Spenden unterstützt der Verein Partnerschaft 3. Welt jährlich Hilfsvorhaben in Entwicklungsländern wie hier in Palästina.
Heidenheim / 26.06.2016
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise wird die Aktualität der Arbeit des Vereins Partnerschaft 3. Welt verstärkt sichtbar.

Nach Einschätzung des Vereins, der jüngst zu seine Mitgliederversammlung zusammengekommen war, sind mit den Flüchtlingsströmen den letzten 15 Monaten die Folgen ungerechten Verhaltens und unsinniger Kriege in vielen Ländern deutlich geworden. Krieg und Zerstörung der Heimat verbunden mit zum Teil unvernünftigen Agrarexportsubventionen, fanatische Religionsausübung, der nicht mehr wegzuleugnenden Klimawandel und die Zerstörung kleinteiliger Landwirtschaft mit Selbstversorgung seien die Hauptursachen für die Flucht nach Europa.

Das Ziel des Vereins Partnerschaft 3. Welt ist die Förderung aller Maßnahmen, die eine wirkliche Hilfe für die Bevölkerung der Länder in der Dritten Welt bedeuten. Dies geschieht seit nunmehr 31 Jahren unter anderem durch die Verteilung von Spenden an ausgewählte Einrichtungen. Seit Gründung des Vereines, konnten jährlich durchschnittlich über 7000 Euro als Soforthilfe für Notfälle und Katastrophen sowie an Entwicklungseinrichtungen in Ländern der Dritten Welt ausgeschüttet werden.

So wurden zum Beispiel Vorhaben in Südafrika, Bangladesch, Indien, Haiti, Kamerun, Guatemala, Chile und Peru mit vierstelligen Beträgen gefördert. Geld gegeben wurde das Gesundheits- und Bildungswesen für die Unterstützung von Flüchtlingen bis zur gezielten Kinderbetreuung. Schwerpunkte in den 2000er Jahren waren Hilfen für palästinensische Flüchtlingskinder, Aufbau einer Krankenstation in Tibet oder einer sicheren Stromversorgung in Kamerun.

Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins ist die Trägerschaft des Heidenheimer Weltladens. In der Mitgliederversammlung blickte man mit dem Ladenteam auf dreißig erfolgreiche Jahre für den fairen Handel und die Umsetzung der Konvention der Weltläden zurück. Durch bessere Handelsbedingungen und Sicherung sozialer Rechte will der Faire Handel einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten.

Darüber hinaus organisiert der Verein zahlreiche Bildungsveranstaltungen und Aktionen und pflegt die Zusammenarbeit mit Schulen zum Fairen Handel.

Der wiedergewählte Vorstand mit Brigitte Wagner an der Spitze, deren Stellvertreterin Traudel Huber, sowie Traudl Laquai, Helmut Götz und Reinhard Pickel hofft auf weiterhin aktive Nutzung der Angebote von Verein und Weltladen und freut sich über jede Art von Unterstützung unserer „Ziele für eine gerechtere Welt“. So würde auch die Auszeichnung Heidenheims als Fair Trade-Town und des Landkreises Heidenheim als Fair Trade-Landkreis noch mehr Gewicht erhalten.

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