Das Landgericht in Ellwangen hat sein Urteil gefällt: Der 33-jährige Sohn wurde wegen Mordes in zwei Fällen zu 15 Jahren verurteilt. Dabei sei unter anderem berücksichtigt worden, dass die Angeklagten Geständnisse abgelegt hatten. In einem Fall war das Mordopfer ein Lebensgefährte der heute 35-jährigen Schwester der Brüder. Das Gericht berücksichtigte auch Aussagen der Brüder, wonach der Getötete ihre Schwester und deren zwei Kinder immer wieder schwer misshandelt habe.

Der zweite, 31 Jahre alte, Sohn wurde wegen Beihilfe zu dem Mord in Sontheim an der Brenz, nahe der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern, zu neun Jahren Haft verurteilt.

Mit den Urteilen gegen die Söhne blieb das Gericht unter der Forderung des Staatsanwalts. Der hatte für alle drei lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Die Angeklagten sind italienische Staatsbürger, die seit langem in Baden-Württemberg leben.

Urteil gegen den Vater erst nächste Woche

Auch gegen den 55 Jahre alten Vater wird noch das Urteil erwartet. Er hatte aber nach dem Plädoyer seines Verteidigers einen Schwächeanfall erlitten. Das Gericht rief einen Notarzt. Der Hauptangeklagte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Wie ein Verteidiger erklärte, hatte ein Notarzt die Einweisung wegen Verdachts auf einen Herzinfarkt verfügt. Der Mann konnte bei der Urteilsverkündung nicht anwesend sein. Sein Urteil soll nach Möglichkeit am 23. Dezember verkündet werden, wie der Vorsitzende Richter erklärte.