Heidenheim / Sandra Gallbronner Glockenturm und Sakristei der Marienkirche werden für 382 000 Euro umfassend saniert. Dabei wird ein Loch gestopft und eine Arbeitsebene eingebaut.

Ende des vorigen Jahres wurde damit begonnen, alle sechs Glocken der Marienkirche auszubessern sowie die Motoren für Schlag- und Läutewerke zu überarbeiten. Derzeit fehlen noch zwei Klöppel: „Einer muss neu gefertigt werden, bei dem anderen muss die kaputte Aufhängung ausgetauscht werden“, so Christine Nader, die zuständige Architektin aus Gerstetten. Nun folgen weitere Sanierungsarbeiten am Kirchturm sowie der Sakristei. Am Montag haben Arbeiter damit begonnen, den Turm mit einem Baugerüst zu umhüllen.

Etwa 382 000 Euro wird die Sanierung kosten. Dabei müsse die Kirchengemeinde zehn Prozent vom Gesamtvolumen über Spenden finanzieren, so Veronika Looser vom Katholischen Verwaltungszentrum Heidenheim. Neben einem Zuschuss der Diözese wird das Vorhaben über Eigenmittel der Kirchengemeinde finanziert.

Höhere Arbeitssicherheit

Knapp drei Monate sollen die Arbeiten andauern, schätzt Nader. In dieser Zeit wird über dem Glockenstuhl eine Arbeitsebene eingezogen. Bislang müssen die Glockenbauer auf einem engem Umlauf an der inneren Turmwand stehen. „Die neue Ebene besteht aus Gittern, worüber die Arbeiter laufen können. Somit wird die Sicherheit erhöht“, so die Architektin. Im Kirchturm wird zudem die komplette Elektrik erneuert, die Beleuchtung auf LED umgestellt und ergänzt.

Darüber hinaus wird ein Loch in der Dachhaut, der obersten Schicht des Dachs, repariert. Das Loch sei schon älter, vermutet Nader: „Ich nehme an, dass beim Bau der Schloss-Arkaden mal was vom Kran gefallen ist.“ Da der Turm aber gut durchlüftet sei, würde eintretender Niederschlag rasch wieder austrocknen.

Schornstein ist gebrochen

Anders sieht das beim Schornstein aus, der schon seit Jahren nicht mehr im Betrieb ist: In den zurückliegenden Wintern seien Regen und Schnee in die Risse eingedrungen und aufgefroren, so Nader. Dadurch wurden die Risse aufgesprengt. Diesen Winter hielt der Schornstein nicht mehr stand und brach. Nun wird er zurückgebaut. Die Außenfassade von Turm und Sakristei wird mit einem Hochdruckreiniger gereinigt. Anschließend werden die Außenwände neu verputzt und gestrichen.

Während der Bauzeit können die Besucherparkplätze der HZ  vor der Marienkirche nicht genutzt werden. Fußgänger müssen bis Ende Juli auf den Radweg ausweichen.