Heidenheim / pm Bei der DKP- Mitgliederversammlung referierte Friedhelm Bühner über die Entsorgungsprobleme bei der Atomkraft.

Aus Anlass des achten Jahrestages der Nuklearkatastrophe von Fukushima wie Friedhelm Bühner, bekennender Gegner von Atomkraftwerken (AKW) darauf hin, dass in Deutschland seit 60 Jahren gefährliche radioaktive Abfälle produziert würden. Es gebe keine Lösung für eine dauerhaft sichere Lagerung, auch in Gundremmingen. Die Bürgerinitiative Forum habe wiederholt wegen nicht stabiler Wände des Zwischenlagers geklagt und verloren.

Nach Meinung Bühners sind die Aussichten düster, denn die Dauer der Zwischenlager solle sogar verlängert werden. Bühner:„ 17 000 Tonnen hochradioaktiver Müll müssen für eine Million Jahre sicher gelagert werden. Wie kann man da von Sicherheit reden?“

Bühner zeigte sich verärgert darüber, dass seit dem Jahreswechsel der Atommüll mit 15 Zwischenlagern und 1254 Castor-Behältern dem Staat gehöre. Mit einer Einmal-Zahlung von 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds hätten sich die AKW-Betreiber von ihrer Verantwortung freigekauft. Sie seien jetzt das Entsorgungsproblem los, obwohl sie jahrzehntelang satte Gewinne eingefahren hätten. Am Ende müssten die Steuerzahler dafür aufkommen. Schon heute sei aber absehbar, dass der Fonds nicht ausreichen werde, um die Kosten der langfristigen Atommülllagerung zu decken.