Heidenheim Die Straßenmeister: Im Einsatz bei jedem Wetter

Die beiden Auszubildenden Michael Weinstock (links) und Gregor Mendes freuen sich schon darauf, selbst ans Steuer der Einsatzfahrzeuge der Straßenmeisterei zu dürfen.
Die beiden Auszubildenden Michael Weinstock (links) und Gregor Mendes freuen sich schon darauf, selbst ans Steuer der Einsatzfahrzeuge der Straßenmeisterei zu dürfen. © Foto: privat
Heidenheim / pm 20.08.2018
Die Straßenwärter im Landkreis sorgen im Sommer wie im Winter mit großem Gerät für freie Fahrt. Auch die beiden Auszubildenden sind mit vollem Einsatz dabei.

Es hat über 30 Grad. Auf der Baustelle am Straßenrand steht die Luft. Der Schweiß läuft. Für Straßenwärter der Straßenmeisterei im Landkreis Heidenheim war ihr Job in den vergangenen Wochen alles andere als ein Zuckerschlecken. Dennoch sind die beiden Azubis von ihrem Traumjob überzeugt.

27 Straßenwärter sorgen auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis derzeit für freie Bahn. Unterstützt werden sie zudem von den beiden Auszubildenden Michael Weinstock (zweites Lehrjahr) und Gregor Mendes (erstes Lehrjahr), die vom ersten Tag an voll mit im Einsatz waren. Denn zu tun gibt es für die Straßenwärter das Jahr über genug. Immerhin sind die sie nicht nur für den Winterdienst, sondern unter anderem auch für Mäharbeiten, kleinflächige Reparaturen am Straßenbelag, die Sicherung von Baustellen, für das Aufstellen von Schildern, Ampeln und Leitpfosten und auch für die Wartung und Reinigung, etwa wenn Ölspuren oder sonstige Fahrbahnverschmutzungen beseitigt werden müssen, zuständig.

Auch Büroarbeit

„Mit Blick auf die Verkehrssicherung ist unser Job sehr verantwortungsvoll – und was am besten ist: auch total vielfältig und abwechslungsreich“, so Michael Weinstock. Die meisten Arbeiten machen dem 18-Jährigen „richtig Spaß“, aber natürlich gebe es auch unschönere Aufgaben. Ein Dauerärgernis für ihn ebenso wie für seinen Azubi-Kollegen Gregor Mendes und die anderen Straßenwärter ist der illegal entsorgte Hausmüll, der auf Parkplätzen abgelagert oder einfach aus dem Auto geworfen wird.

Die Mitarbeit in der Kolonne, bei der Streckenwartung, an Baustellen oder auch mal in der Werkstatt der Straßenmeisterei, ist für die Azubis längst nicht alles. Auch in die Büroarbeit wird geschnuppert. Zum Blockunterricht und überbetrieblichen Unterricht geht es an die Gewerbliche Schule Nagold. Am liebsten sind Weinstock und Mendes aber draußen unterwegs.

„Ich wollte einen Job, der nicht jeden Tag gleich ist und bei dem man im Freien arbeiten kann“, sagt Mendes. Dass das bei hochsommerlichen Temperaturen auch anstrengend sein kann, ist klar. Zumal die Straßenwärter aus Sicherheitsgründen in voller Montur arbeiten. Überzeugt von seiner Jobwahl ist der 21-Jährige trotzdem: „Ich würde es wieder so machen.“

Lkw-Führerschein ist Pflicht

Besonders schätzen die beiden Auszubildenden es, im Team zu arbeiten. „Wir bekommen von den Kollegen gute Unterstützung, bei der Arbeit aber auch bei der Vorbereitung zum Beispiel auf Prüfungen“, so Weinstock. Eine wichtige Prüfung steht für ihn in den kommenden Monaten mit der für den Lkw-Führerschein an. Den müssen die Straßenwärter-Azubis während ihrer dreijährigen Ausbildung machen. „Das wird schon spannend“, freut sich der 18-Jährige, der gerade mit dem theoretischen Unterricht begonnen hat.

Markus Burger, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei, kann das gut nachvollziehen. „Klar ist es für viele Azubis eine coole Sache, dass der LKW-Führerschein im Rahmen der Ausbildung bezahlt wird – der LKW-Führerschein ist gleichzeitig Voraussetzung zur Zulassung für die Abschlussprüfung“, so Burger. Geschick im Umgang mit großen Gefährten muss ein angehender Straßenwärter dementsprechend ebenso mitbringen wie technisches Verständnis und praktische Veranlagung.

In der dreijährigen Ausbildung werden die Azubis dann zu Allroundern: Holzbau, Metallbau, Maurerwesen und Kfz-Mechanik – „ein Straßenwärter braucht das Wissen aus vielen verschiedenen Berufen für seine Arbeit“, sagt Burger, der die Azubis als Ausbildungsleiter betreut. Im Normalfall käme jedes Jahr ein Auszubildender dazu, die meisten seien idealerweise vorab schon mal für ein Praktikum da gewesen. Wer sich für die Ausbildung entscheide und diese bei der Straßenmeisterei des Landkreises abschließe, habe extrem gute Chancen auf einen Arbeitsplatz da „bei uns in der Regel nach Bedarf ausgebildet wird“.

Für das kommende Ausbildungsjahr 2019 werden noch Bewerbungen angenommen, so Burger, der gleichzeitig die Praktikumsplätze bei der Straßenmeisterei koordiniert: „Wer sich für Technik interessiert, gerne im Freien arbeitet und einen Job mit Zukunft haben will, kann sich also gerne melden.“

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