Heidenheim Die CDU und die Voith-E-Busse

Heidenheim / HZ 15.08.2018
Der CDU-Arbeitskreis beschäftigt sich mit Voith-E-Bussen bei der HVG.

„Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der Elektro-Mobilität“. Mit diesem Thema beschäftigte sich der Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ des CDU-Stadtverbandes Heidenheim.

Der Blick ging zunächst nach Heidenheim: Ein HVG-Vertreter informierte zu den drei Voith-Elektro-Bussen, die ab November 2019 im Heidenheimer Stadtgebiet eingesetzt werden sollen. Die rein elektrisch betriebenen Busse haben, im Gegensatz zum seit zwei Jahren fahrenden Voith-Hybrid-Bus, eine Reichweite von circa 200 Kilometern und werden deshalb nur im Stadtverkehr fahren.

Die HVG arbeite schon jetzt daran, auf welchen Stadtlinien diese E-Busse am besten eingesetzt werden, bevor sie zum Aufladen der Batterien zum Betriebshof fahren, wo das Nachladen der Batterien vorwiegend nachts erfolgen soll. Um die Batterien zu schonen, werde kein Schnellladeverfahren eingesetzt.

CO2-Ausstoß muss sinken

Im gesamten Verkehrssektor sei neben der Erniedrigung des Schadstoffausstoßes vor allem auch eine drastische Verringerung des CO2-Ausstoßes nötig, waren sich die Arbeitskreis-Mitglieder einig. Dem propagierten Einsatz der Elektro-Mobilität seien dabei allerdings gewisse Grenzen gesetzt: Wer nur in einem kleinen Umkreis von bis 100 Kilometer bis zum Nachladen fahren muss, könne ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug verwenden, heißt es in der Pressemitteilung.

Für größere Reichweiten sei ein Hybrid-Fahrzeug empfehlenswert. Brennstoffzellen-Fahrzeuge seien wegen ihrer aufwändigen und teuren Technik nur sinnvoll, wenn das Fahrzeug regelmäßig für längere Fahrten benötigt wird. In unserem Raum sei die nächste Wasserstoff-Tankstelle in Ulm.

Klimaziele nur mit treibhausgasneutralem Energiesystem möglich

Kaum erwähnt werde, heißt es in der Pressemitteilung weiter, dass das Erreichen der Vorgaben des Klimaschutzabkommens von Paris zur Begrenzung der Erderwärmung um maximal zwei Grad bis 2050, nur mit einem vollkommen treibhausgasneutralen Energiesystem möglich sein werde.

Batteriegestützte E-Mobilität sei für Pkw, Motorrad und Kleinlaster vorstellbar, aber nicht für Schwerlastverkehr (Lkw), Schiffsverkehr und Luftfahrt. Hierfür seien neue Kraftstoffe nötig, die neben der CO2-Neutralität auch geringere Luftschadstoff-Emissionen aufweisen müssten.

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