Heidenheim Diakonie erwartet mehr als 1000 Besucher zum Eröffnungsfest

Für Diakonie-Chef Frank Rosenkranz ist das Fest eine Premiere. Rings um die Pauluskirche bis hin zum Willy-Brandt-Platz vor der Stadtbibliothek erstreckt sich das Festgelände.
Für Diakonie-Chef Frank Rosenkranz ist das Fest eine Premiere. Rings um die Pauluskirche bis hin zum Willy-Brandt-Platz vor der Stadtbibliothek erstreckt sich das Festgelände. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Karin Fuchs 05.06.2018
Zur zentralen Eröffnungsveranstaltung der landesweiten Woche der Diakonie am 17. Juni werden rund 1000 Gäste rund um die Pauluskirche erwartet. Hauptredner ist der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer mit der These „Armut macht dumm“.

Für die Vertreter der Diakonie in Heidenheim ist es eine Premiere. Erstmals richten sie die zentrale Eröffnung für die Woche der Diakonie in Württemberg aus. Von Sonntag, 17. Juni, bis Samstag, 23. Juni, beteiligen sich daran rund 1500 Kirchengemeinden landesweit mit dem Fokus auf Menschen in Not.

Doch diesmal soll nicht mit erhobenen Zeigefinger auf Missstände hingewiesen werden, sondern der Ansatz ist ein ganz anderer, wie die Überschrift „Platz da: Raum für Gutes“ zeigt. „Wir zeigen das Gute in Heidenheim“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Frank Rosenkranz. Da wären die Beratungsstellen, damit die Menschen zum Beispiel mit ihren Schulden oder der Sucht leben können, Einrichtungen wie das Café Samocca, das Behinderten eine gute Arbeit gibt. Oder die Trauerberatung, die Hospizarbeit, die Betreuung von Senioren. Diese Angebote und noch vieles mehr dienten dazu, den sozialen Frieden in der Stadt zu sichern, ist Rosenkranz überzeugt.

„Diakonie ist Kirche in ihrer ureigenen Form“

Zehn Einrichtungen der Diakonie im Landkreis ziehen an diesem Tag an einem Strang. Das sind: das Diakonische Werk Heidenheim, die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik, die Evangelische Gesellschaft Heidenheim, die Evangelische Heimstiftung, die Johanniter Giengen, die Nikolauspflege, die Ökumenische Sozialstation Heidenheimer Land, die Ökumenische Sozialstation Giengen und Unteres Brenztal GmbH und die Samariterstiftung. Mit im Boot ist auch die Kirche, was Rosenkranz besonders freut. „Denn Diakonie ist Kirche in ihrer ureigenen Form.“

Eröffnet wird der Tag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pauluskirche. Wegen des erwarteten Andrangs wird es eine Übertragung nach draußen geben. Parallel dazu gestaltet die Brückengemeinde einen Kindergottesdienst im Pauslusgemeindehaus. Danach geht das Programm drinnen und draußen weiter (siehe unten).

Festmeile rund um die Pauluskirche

Rings um die Kirche werden Tische, Stühle und Bierbänke aufgebaut. Zudem bringt die Redbox die Gäste in Bewegung. Nicht nur mit ihrem eigenen Angebot, sondern auch mit einem lebensgroßen Kicker. Und natürlich stellen sich die Diakonie-Einrichtungen vor.

Die Konfirmanden der Paulus- und Zinzendorfgemeinde einfallen lassen. Sie haben Armut in Heidenheim fotografiert und Menschen gefragt, was für sie Armut bedeutet. Diese Ausstellung ist in der Pauluskirche zu sehen mit Führungen. Die Ausstellung wird nicht nur an diesem Tag zu sehen sein, sondern ist eine Wanderausstellung durch alle Gemeinden im Kirchenbezirk. Gebucht wurde sie zudem am 4. Oktober auch in Stuttgart bei einer Veranstaltungen des Diakonischen Werks.

25 Meter langer Hefezopf

Die Verpflegung der vielen Gäste haben mehrere Gruppen in die Hand genommen. Die Eltern, die donnerstags zum Schüleressen ins Paulusgemeindehaus einladen, kochen vegetarisch zum Schüleressen spezial auf. Die Eva grillt Hähnchen und mischt Salat an. Die Metzgerei Schröder aus Zang ist für Grillen engagiert. Und nicht zuletzt will sich Bäcker Martin Bosch vom Backhäusle an einen Heidenheimer Rekord wagen und den längsten Hefezopf backen. Aufgebaut werden soll dieser entlang der Christianstraße, die an diesem Tag für das Fest reserviert ist. Der Verkaufserlös geht an die Diakonie.

Manfred Spitzer zu Gast: Armut macht dumm

Für provokante Thesen ist der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer bekannt. In Heidenheim erklärt er warum Armut dumm macht. Diese These erklärt er wissenschaftlich in einem Vortrag um 13 Uhr in der Pauluskirche. Um 14.30 Uhr unterhält er sich darüber einer Talkrunde auf der Bühne mit Prälatin Gabriele Wulz und SPD-Landtagsabgeordnetem und Faktionschef Andreas Stoch.

Auf der großen Bühne Interviews und Musik im Wechsel

Die große Bühne steht auf dem Willy-Brandt-Platz vor der Bücherei. Dort wechseln sich im viertelstündlichen Rhythmus Interviews mit Musik und Theater ab. Es tritt auf der Posaunenchor Gerstetten, die Band der Brückengemeinde, Happy People der Samariterstiftung, das Theater im Kunstwerk aus Barholomä/Braighausen, die Sixteens der Nikolauspflege.

Den Eröffnungstalk bestreiten um 12 Uhr Oberbürgermeister Bernhard Ilg, Pfarrerin Busch und Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, die ihren Blick auf das Gute in Heidenheim lenken.

Zum Abschluss gibt es ein Public-Viewing zur Fußball-WM im Paulusgemeindehaus. Deutschland spielt in der Gruppenphase gegen Mexiko.

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