Kreis Heidenheim Deutsch-Prüfungen an Realschulen auf 27. April verschoben

Statt Mittwoch, 18. April, finden die Deutschprüfungen an Realschulen am 27. April statt.
Statt Mittwoch, 18. April, finden die Deutschprüfungen an Realschulen am 27. April statt. © Foto: Yvonne Weis/adobestock
Kreis Heidenheim / HZ 16.04.2018
Montagabend hat das Kultusministerium die Staatlichen Schulämter und Schulen darüber informiert, dass die Realschulabschlussprüfung im Fach Deutsch verschoben wird.

Betroffen sind alle Realschulen im Land. Statt Mittwoch, 18. April, findet die Prüfung nun am Freitag, 27. April, statt.

Am 13. April hat laut Ministerium eine Schule in Bad Urach einen vollständig geöffneten Umschlag mit beschädigtem Siegel festgestellt, in dem die Prüfungsaufgaben der schriftlichen Deutsch-Prüfung enthalten waren.

Die Schule, so das Kultusministerium, habe entgegen den Sicherheitsvorgaben eine lückenlose und sichere Verwahrung der Prüfungsaufgaben an einem dazu geeigneten Ort nicht sichergestellt.

Nun bestehe die Möglichkeit, dass sich unbefugte Dritte Zugang zu den Prüfungsaufgaben verschafft haben.

Verbreitung übers Internet nicht ausgechlossen

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann: „Nach sorgfältiger Abwägung aller Um- stände können wir nicht sicher ausschließen, dass die Prüfungsaufgaben schon im Vorfeld der Prüfung verbreitet wurden oder noch verbreitet werden. In Zeiten des Internets können wir auch nicht von einer nur räumlich umgrenzten Problemlage ausgehen. Damit ist eine ordnungsgemäße Prüfung, die auch einer rechtlichen Überprü- fung standhält, nicht sichergestellt.“

Auch wenn dies für die Schülerinnen und Schüler mit großen Unannehmlichkeiten verbunden sei, was sie ausdrücklich und in hohem Maße bedaure, habe man sich heute zu diesem Schritt entschlossen.

Am 27. April werden die für den Nachtermin vorgesehenen Prüfungsaufgaben verwendet werden, so das Ministerium. Eine Durchführung der Prüfung am 18. April mit den Prüfungsaufgaben des Nachtermins sei nicht möglich, da die Vervielfältigung und Auslieferung der Aufgaben an sämtliche Schulen in dem kurzen zur Verfügung stehenden Zeitfenster nach ausdrücklicher Auskunft der Druckerei ausgeschlossen sei.

Konsequenzen für 40.000 Schüler

„Sicherheit beim Umgang mit den Prüfungsaufgaben hat für uns einen zentralen Stellenwert“, unterstreicht die Kultusministerin. „Umso ärgerlicher ist es, wenn die Verantwortlichen vor Ort nicht mit der gebotenen Sorgfalt und Sensibilität agieren. Dieses Fehlverhalten hat jetzt ganz konkrete Auswirkungen auf rund 40.000 Schülerinnen und Schüler.“

Die übrigen Prüfungen finden regulär statt: am 20. April Mathematik, am 24. April bzw. am 25. April Französisch.

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