Heidenheim / Karsten Tanzmann Der mittlerweile zweimal jährlich stattfindende Abend mit Musik in der Mensa am Werkgymnasium fand auch dieses Mal wieder viel Gefallen – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulgemeinschaft.

Akkordeon, Rotwein und Baskenmütze – was erwartet man mehr bei einem französisch-deutschen Liederabend? Dass die französischen Lieder an diesem Abend in der Überzahl waren, war wohl durchaus so beabsichtigt. Zumal Cheforganisatorin Ricarda Rickert als Fremdsprachenlehrerin eine frankophile Affinität ja nicht abzusprechen ist. Wer aber jetzt nur Chansons von Edith Piaf, Gilbert Becaud und Co. erwartet hat, wurde eines Besseren belehrt.

Den Anfang bildeten „Danse“ und „En Méditerranée“ von Georges Moustaki. Diese Lieder fanden neben den Piaf-Klassikern „La vie en Rose“, „Je ne regrette rien“ und Aznavours „La Bohème“ ins Programm. Neue Gesichter bereichern diesen Abend immer wieder, und so waren dieses Mal mit Konstanze Forner und Petra Schwab gleich zwei neue Lehrer-Kolleginnen des Werkgymnasiums auf der Bühne. Während Forner am Keyboard auf sich aufmerksam machte, durfte man Schwab mit ihrer feinen Version von Piafs „Je ne regrette rien“ erleben. Gemeinsam mit Michael Loessin sorgten sie mit Bodo Wartkes „Quand même je t’aime“ für ein kabarettistisches Highlight im ersten Teil des Abends.

Natürlich waren auch die etablierten Mitstreiter vertreten: Ricarda Rickert sorgte mit „La Poupée qui fait non“ von Michel Polnareff für ein begeistertes Publikum und Gerd Schock brachte zusammen mit seinem kongenialen Alter-Ego Johannes Fiedler das hintersinnige „Herr Fellmann, Bonsai und ich“ von Reinhard Meys letztem Album „Mr.Lee“ zu Gehör. Als instrumentale Könner erwiesen sich Alex Spohn (Bass), Werner Lehmann und Assi Antoniuk (beide Gitarre) und Vasilios Jakovidis (Bouzouki). Selbstverständlich fehlte auch der traditionelle Opener nach der Pause durch Werner Schölzel und Ralf Kiesel nicht an diesem Abend.

War der Mensa-Abend im Herbst 2018 noch geprägt und durchzogen von einer großen Melancholie über den Verlust von Wolfgang „Wowei“ Weiss, dem Mitbegründer dieser Reihe, so war dieser Abend ein Zeichen des Weiterlebens und des Neuanfangs.

Die Tradition von Schülerbeiträgen wurde fortgesetzt, so wurde „Les Champs Elysées“ von Marisol Sanchez, Sarah von Noorden und Jacqueline Neumann aus den 8. Klassen dargeboten und Anna Hank hatte bereits ihren dritten Auftritt, diesmal mit „Je ne parle pas Francais“ von Namika und der Eigenkomposition „Du bist ein Geschenk des Himmels“, das sie zusammen mit ihrer Mutter darbot.