Heidenheim Antonio Yang singt den Nabucco in Verdis „Nabucco“

Stammgast aus Seoul: Antonio Yang.
Stammgast aus Seoul: Antonio Yang. © Foto: Archiv/Oliver Vogel
Heidenheim / Manfred F. Kubiak 23.07.2018
Der Mann schickt sich an, alle Rekorde zu brechen: Antonio Yang singt in dieser Saison zum vierten Mal hintereinander eine große Partie in einer Produktion der Opernfestspiele.

2015 war der Bariton der Titelheld in Verdis „Macbeth“, 2016 Marcello in Puccinis „La Bohème“, 2017 der Titelheld in Wagners „Holländer“ und heuer Nabucco in Verdis „Nabucco“. Er ist also Stammgast – und für nächstes Jahr bereits erneut gebucht. Wieder eine große Partie: Tomski in Tschaikowskys „Pique Dame“.

Dieses Engagement in Heidenheim wird dann übrigens keineswegs so selbstverständlich sein, wie die anderen in der Rückschau anmuten mögen. Denn Antonio Yang wohnt nicht mehr gewissermaßen um die Ecke. War er bislang am Staatstheater in Nürnberg engagiert, so wirkt er seit März dieses Jahres in der Heimat als Professor für Operngesang an der Yonsei-Universität in Seoul. Zuletzt pendelte er deshalb regelrecht und auf ziemlich ermüdende Weise zwischen Südkorea und Deutschland, um den vertraglichen Verpflichtungen in Nürnberg nachkommen zu können.

Auch die nähere Zukunft hatte Yang anders geplant. Denn ab der kommenden Spielzeit war er eigentlich fest an die Semperoper nach Dresden verpflichtet worden. Dieses Engagement ließ Antonio Yang nach der Berufung zum Professor in einen Gastvertrag umwandeln, weil er nun nur noch in den Semesterferien im Winter und im Sommer aus Seoul weg kann. „Nach Dresden und – nach Heidenheim.“ Denn auf dem Schlossberg gefällt es ihm nach wie vor, auch wenn ihm hier Jahr für Jahr eine offenbar ortsübliche Pollenallergie das Sängerleben nicht eben leicht macht.

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