Heidenheim Der große Tag fürs alte Blech

Wer hier rastet, rostet nicht: Schon 2016 bestach die Oldtimerschau im Brenzpark durch große Vielfalt. Vom klassischen Oldtimer bis zu weit neueren, aber auch schon seltenen Fahrzeugen.
Wer hier rastet, rostet nicht: Schon 2016 bestach die Oldtimerschau im Brenzpark durch große Vielfalt. Vom klassischen Oldtimer bis zu weit neueren, aber auch schon seltenen Fahrzeugen. © Foto: Archiv/Oliver Vogel
Heidenheim / Hendrik Rupp 02.07.2018
Nach der Wiederaufnahme von 2016 soll der Oldtimer-Tag im Brenzpark heuer noch mehr bieten und sogar die elektrische Zukunft der Mobilität beleuchten.

Youngtimer nennt man sie: Autos aus den 1970er-, 80er- oder frühen 90er-Jahren, weit jünger als die „Oldtimer“ aus den 50ern oder gar 30ern. Lange fristeten sie ein Schattendasein, doch heute stehen sie immer häufiger im Mittelpunkt – so auch beim Oldtimertag am 8. Juli im Brenzpark.

2006 zur Landesgartenschau hatten Altmetall-Fans rund um Hans-Jürgen Schiffner, den Leiter der Städtischen Betriebe, erstmals eine Oldtimer-Parade im Brenzpark organisiert – zehn Jahre später ließ man die Idee 2016 wieder auferstehen. Der Erfolg: 450 Fahrzeuge und über den Tag fast 10 000 Besucher.

Im Wechsel mit Giengen

Zwei Jahre ist das her, und zweijährig soll der Oldtimertag auch bleiben: „Wir wollen uns mit der Giengener Teddybären-Rallye abwechseln“, so wäre jedes Jahr ein Klassiker-Event im Kreis“, sagt Schiffner. Mit dabei ist auch Hanspeter Forner aus Königsbronn, der einst als „Lichtermeer“-Organisator bekannt wurde und sich mit Großevents gut auskennt.

Partner braucht man, und die gibt es genug: Stadtverwaltung und Brenzparkverein, MSC Schnaitheim und TSG Schnaitheim, der Giengener Oldtimer-Club, die Feuerwehr, das THW: „Ohne genügend Partner geht das nicht“, weiß Forner – erst recht nicht bei einem derart rappelvollen Programm mit Dutzenden von Aktionen.

Halb Oldtimerschau, halb Jahrmarkt? „Eine klassische Oldtimer-Rallye wendet sich an Eigentümer und eingefleischte Fans“, erklärt Schiffner: „Wir wollen aber, dass auch ganz normale Besucher auf ihre Kosten kommen.“ Das hat auch Einfluss auf die Auswahl der Fahrzeuge: „Richtig alte Oldtimer werden immer seltener und wertvoller, kommen zu immer weniger Treffen“, sagt Schiffner. Gleichzeitig werden Capri, Manta und Co. immer populärer, weil sie auch bei jüngeren Zuschauern Erinnerungen wecken. Youngtimer eben.

Autos will man fahren sehen – neben einer Ausfahrt durch den Kreis werden die Teilnehmer darum auch eine Runde um und durch den Brenzpark drehen. Erstmals werden einzelne Autos auf einer Rampe vorgestellt. Gezeigt werden kann hier alles: Ob Old- oder Youngtimer, Feuerwehr oder Motorrad oder Ackerschlepper.

Ebenfalls neu: ein „kleiner Markt“ rund um klassische Automobile. „Das soll aber kein Teilemarkt werden“, stellt Schiffner klar: Tatsächlich sollen sich an den Ständen Handwerker vorstellen, die aus der Region stammen und sich mit alten Fahrzeugen beschäftigen. Ebenfalls ganz neu: Bei der Sonderschau „Concours d'Electrique“ werden E-Mobile gezeigt – sozusagen die elektrische Zukunft der Mobilität neben den Klassikern, die noch knattern dürfen.

Festzelt mit Bewirtung

Als große Schau bietet der Oldtimertag auch ein Festzelt mit Bewirtung, einen an diesem Tag freien Eintritt in den Brenzpark und viele Aufmerksamkeiten: Für alle Teilnehmer an den Oldtimerfahrten gibt es ein Vesper gratis, und die Zuschauer können ihre Lieblingsfahrzeuge wählen – und damit an einem Gewinnspiel teilnehmen. Dessen Preisträger werden noch am Sonntag auf der Schau ausgelost.

Im Brenzpark sollen die Oldtimer eine Zukunft haben – gerade aufgrund der breiten Allianz an Helfern und Sponsoren („Wir bekommen schon wirklich viel Hilfe“, sagt Hanspeter Forner) hoffen die Initiatoren auf eine Wiederholung des Erfolgs von 2016. Rund 200 Anmeldungen liegen schon vor, erfahrungsgemäß wird es am Oldtimertag selbst mehr als doppelt so viel: „Man kann sich schließlich bis auf den letzten Drücker anmelden“, sagt Schiffner.

Buntes Programm

Selbst Oldtimer fahren ist am 8. Juli auch möglich – ein 1958er-Oldtimerbus wartet auf Passagiere.

Feuerwehrfans kommen nicht nur bei alten Einsatzfahrzeugen auf ihre Kosten: An der Brenz sorgt die Feuerwehr mit einer alten Kutschenspritze für Löschübungen, die Jugendfeuerwehr lädt zum Kistenstapeln.

Sportlich wird es beim Oldtimertag auch: Bei einer Trial-Stunt-Show sieht man extreme Tricks auf dem Motorrad, Tourenwagenmeister Ralf Glatzel ist mit seinen Rennwagen vor Ort.

Los geht es am Sonntag, 8. Juli, ab 9.30 Uhr. Zur großen Ausfahrt starten die Fahrzeuge ab 10 Uhr. Ab 12 Uhr füllt sich dann der Festplatz zur Oldtimerschau. Letzter Programmpunkt der Veranstaltung im Brenzpark ist nach der Fahrzeugprämierung die Ziehung der Gewinner bei der Besucher-Verlosung um 16.30 Uhr.

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