Heidenheim / Catrin Weykopf Bernd John braucht einen speziellen Rollstuhl, doch der ist sehr teuer. HZ-Leser können helfen.

Alles begann vor drei Jahren mit einer gebrochenen Hand. Sie wurde operiert, doch die Schmerzen blieben – wurden schlimmer und die Hand immer steifer. John ging von Arzt zu Arzt, von Klinik zu Klinik, doch erst Monate später gab es eine Diagnose: Morbus Sudeck.

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes komplexes regionales Schmerzsystem, das – sofern nicht erkannt – chronisch werden kann und Gelenke sowie Gliedmaßen versteifen lässt. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, weil auch die Nerven geschädigt werden. Für John blieb es jedoch nicht bei der schmerzenden Hand. Nach einer Verletzung am Bein war auch dies betroffen. Der 55-Jährige sitzt deswegen inzwischen im Rollstuhl.

Alter Rollstuhl ist zu schwer

Auf Krücken kann er wegen der steifen Hand nicht gehen. Und sich mehr oder weniger hüpfend fortzubewegen ist ihm ebenso wenig möglich, da dabei stets die Gefahr besteht, eine erneute Verletzung zu erleiden und damit einen neuen Punkt im Körper zu schaffen, an den die Erkrankung vordringen kann. Was bleibt, ist der Rollstuhl.

Dabei muss es ein elektrischer sein, denn die Räder anschieben kann John nicht. Zwar stellte die Krankenkasse einen Rollstuhl zur Nutzung bereit, doch dieser wiegt 120 Kilo. Damit kommt John derzeit weder aus seiner Wohnung noch kann man den Rollstuhl im Auto transportieren.

Ein Rollstuhl, der dies möglich machen würde, kostet 10 000 Euro. Etwas mehr als 2000 Euro hat die Familie bereits zusammen. Doch der Rest fehlt. Bernd, ehemals in der IT-Branche, kann durch seine Krankheit nicht mehr arbeiten, lebt von Rente und Pflegegeld. Seine Mutter, Ingeborg John, wandte sich nun an die Aktion „Freunde schaffen Freude“.

Inge Grein-Feil, die Vorsitzende, startete daraufhin einen Spendenaufruf auf dem HZ-Spendenportal. „Wir würden uns wünschen, Bernd John dabei helfen zu können, wieder am Leben teilzunehmen, trotz seiner schrecklichen Krankheit“, so Grein-Feil.

Und wer nicht spenden kann, der könne vielleicht dennoch helfen: Denn John sucht derzeit für sich und seine Frau eine Wohnung in Heidenheim oder Umgebung, zur Miete, die rollstuhlgerecht ist – also die entweder im Erdgeschoss liegt oder mit einem Aufzug erreichbar ist. Wer hier einen Tipp hat oder selbst eine geeignete (Einlieger-)Wohnung hat, kann sich per E-Mail an unserehilfe@hz.de wenden.