Heidenheim Datenleitungen verhindern Unterführungs-Umbau

Die Unterführung auf dem Weg in die Oststadt soll barrierefrei ohne Treppen gestaltet werden. Doch um das zu erreichen, müsste die Telekom Leitungen verlegen.
Die Unterführung auf dem Weg in die Oststadt soll barrierefrei ohne Treppen gestaltet werden. Doch um das zu erreichen, müsste die Telekom Leitungen verlegen. © Foto: Franziska Konrad
Heidenheim / Franziska Konrad 16.05.2018
Dem problemlosen Weg in die Oststadt steht noch immer die Telekom im Weg.

Erneut sind die seit 2015 andauernden Bauplanungen an der Unterführung unter der B 19 beim Totenberg ins Stocken geraten. Die Stadt Heidenheim möchte dort zwischen der Friedrich-Ebert- und der Theodor-Heuss-Straße Barrierefreiheit in Form einer Rampe herstellen. Unter anderem soll so den Fußgänger und Radfahrern der Weg von der Innenstadt in Richtung Oststadt erleichtert werden.

Seit Jahren wird geplant

Die Pläne für den nicht unkomplizierten Umbau sind bereits seit Ende 2015 fertig. Eigentlich sollte die umgebaute Unterführung bereits im Sommer vergangenen Jahres fertiggestellt sein, doch der Umsetzung steht auch nach Jahren noch die Telekom im Weg: Laut deren Pressesprecher Hubertus Kischkewitz verläuft unterhalb der Unterführung die „Schlagader des Telefon- und Datenverkehrs der gesamten Stadt“ in Form von 21 Rohren, in denen unzählige Kupfer- und Glasfaserleitungen liegen. Daher sei es unmöglich, die betroffenen Leitungen zu verlegen.

Ohne diese Verlegung kann jedoch nicht mit dem Bau der Rampe begonnen werden. Daher will sich die Stadt Heidenheim mit dieser Antwort nicht zufriedengeben. So kam es, dass die Telekom monatelang Teile der Treppe vor der Unterführung absperrte. Vermutlich, um die Lage der Leitungen erneut zu untersuchen. Vorgestern wurde der geöffnete Bodenbelag jedoch unverrichteter Dinge wieder geschlossen.

Rückblick: Als die Thematik zur Bebauung der Fußgängerunterführung im Januar 2015 zum ersten Mal aufkam, war sich die Stadt keiner Problematik bewusst. Man ging von einem Abschluss im selben Jahr aus. Im Januar 2016 wurde dann bekannt, dass die Telekom bestimmte Leitungen vor Beginn der Bauarbeiten verlegen muss. Knapp ein halbes Jahr später, im Juli 2016, hieß es, die Kabelverlegungen werden in wenigen Tagen beginnen. Im März 2017 hieß es von Seiten der Stadt, dass nicht bekannt sei, wann die Rohre umgelegt werden.

Stadt setzte eine Frist

Jetzt wurde der Telekom von Seiten der Stadt Heidenheim erneut eine Frist gesetzt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll sich das Kommunikationsunternehmen zu dem Sachverhalt äußern. Ob dann endlich Klarheit darüber herrscht, ob die Unterführung überhaupt umgebaut werden kann, ist noch offen.