Änderung Das Schlosshotel ändert den Namen, sonst aber nichts

Der Titel Best Western Premier wird ab dem kommenden Jahr bei der Firmierung des Schlosshotels der Vergangenheit angehören, da der Vertrag mit dem Franchise-Geber gekündigt wurde. Aber außer dem Namen ändert sich nichts.
Der Titel Best Western Premier wird ab dem kommenden Jahr bei der Firmierung des Schlosshotels der Vergangenheit angehören, da der Vertrag mit dem Franchise-Geber gekündigt wurde. Aber außer dem Namen ändert sich nichts. © Foto: Markus Brandhuber
hz 05.05.2017
Namensänderung: Der Franchise-Vertrag mit Best Western wurde gekündigt. Ab dem kommenden Jahr will sich das Haus selbst vermarkten.

Der Name ist durchaus sperrig und wird zum Beginn des kommenden Jahres ein wenig einfacher sein: Aus dem Best Western Premier Schlosshotel Park Konsul soll das Schlosshotel Park Konsul werden. Grund dafür ist, dass der Betreiber des Schlosshotels sich vom Franchise-Partner Best Western trennt und die Vermarktung der Hotelzimmer in Eigenregie fortführen wird.

Betreiber des Hotels ist Manfred H. Toennes, der neben dem Haus auf dem Heidenheimer Schlossberg auch noch je ein Hotel in Esslingen und in Köln unterhält. Diese drei Hotels sind unter dem Dach Park Konsul zusammengefasst und werden es auch künftig bleiben. „Wir werden das Marketing ab dem kommenden Jahr selbst übernehmen und mit den beiden anderen Park Konsul Hotels Synergien nutzen“, erklärt Hoteldirektor Michael Mönch, der betont, dass das Schlosshotel auch bisher schon eigenständig geführt wurde.

Nutzen der Kooperation geringer

In der ersten Zeit nach der Eröffnung des Schlosshotels im Jahr 2009 habe man durchaus von der Kooperation mit Best Western profitiert, allein um über diese Plattform besser beworben zu werden und den Bekanntheitsgrad des neuen Hotels zu erhöhen. „Aber bei unseren regelmäßigen Überprüfungen haben wir festgestellt, dass der Nutzen der Kooperation immer geringer geworden ist“, so Mirko Hoffmann, im Schlosshotel fürs Marketing zuständig. Das Heidenheimer Haus lebe vor allen Dingen von Gästen, die zu Tagungen und Kongressen nach Heidenheim kommen, aber auch von Gästen bei hiesigen Unternehmen. Bei Best Western werde der Fokus des Marketings jedoch in andere Richtungen gelenkt, etwa in Richtung Tourismus, so Mönch. Man habe in den Bereichen der Firmenkunden und bei der Vermittlung von Tagungen kaum noch von der Kooperation profitieren können“, sagt der Hoteldirektor. Deshalb habe man sich für das Ende der Zusammenarbeit entschieden. „Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch und gehen als ein Hotel von vielen in der Kooperation einfach unter“, so Hoffmann.

Für die Gäste ändert sich nichts

Doch was bedeutet das konkret? „Eigentlich ändert sich im Schlosshotel für die rund 80 Mitarbeiter und die Gäste gar nichts“, so Mönch. Lediglich das Best-Western-Logo werde am und im Haus ab dem kommenden Jahr nicht mehr präsent sein. An Bekanntheit und Beliebtheit werde das Hotel durch die künftige Eigenvermarktung keine Einbußen erleiden, sind sich die beiden sicher. Mit der derzeitigen Auslastung, die übers Jahr gesehen bei 60 Prozent liegt, sei man zufrieden. „Natürlich gibt es Tage, da haben wir noch viele Kapazitäten frei, vor allen Dingen unter der Woche sind wir aber auch oft ausgebucht“, sagt Mönch.

Auch das ist ein Zeichen dafür, dass auf dem Schlossberg hauptsächlich Teilnehmer von Tagungen übernachten. „Die unmittelbare Nähe zum Congress Centrum spielt da eine große Rolle“, sagt Mönch. „Heidenheim ist nun mal eine Industriestadt und das ist nichts schlechtes.“ Der reine Tourismus spiele, trotz unterschiedlicher Bemühungen, eine untergeordnete Rolle, zumindest was die Übernachtungen im Schlosshotel betrifft.