Einzug Das Homöopathenhäusle ist jetzt ein Jägerhäusle

Das „Homöopathenhäusle“ an der Nattheimer Steige ist seit Samstag das „Jägerhäusle“. Kreisjägermeister Jürgen Bohnert erhielt vom Vorsitzenden des Homöopathischen Vereins, Georg Grandy, das Schlüsselsymbol überreicht.
Das „Homöopathenhäusle“ an der Nattheimer Steige ist seit Samstag das „Jägerhäusle“. Kreisjägermeister Jürgen Bohnert erhielt vom Vorsitzenden des Homöopathischen Vereins, Georg Grandy, das Schlüsselsymbol überreicht. © Foto: Ulrich Bischoff
29.09.2014
Seit vergangenem Samstag gehört das „Homöopathenhäusle“ an der Nattheimer Steige der Kreisjägervereinigung.

Mit einem symbolischen Schlüssel übergab der Beiratsvorsitzende der Heidenheimer Homöopathen, Georg Grandy, die Eigentumsrechte an Kreisjägermeister Jürgen Bohnert. Am selben Abend unterschrieb die bisherige Pächterin Sabine Biedermann den Pachtvertrag für die vor allem unter Wanderern beliebte Gaststätte. Die Modalitäten des Pachtvertrages sind unverändert geblieben. Nach wie vor stehe die Gaststätte jedermann offen, betonte der Kreisjägermeister. Willkommen seien vor allem die Homöopathen , von denen er hoffte, „dass es auf eurer Seite nicht allzuviele Tränen gegeben hat“.

Georg Grandy, der mit elf weiteren Homöopathen zur Übergabe gekommen war, sprach von einem „historischen Abend“ und einem „seltenen Ereignis“. Nach vielen Gesprächen gehe das Vereinsheim nach 28 Jahren in neue, bewährte Hände über. Er lobte die rücksichtsvoll verlaufenen Verhandlungen mit Jürgen Bohnert und dessen Stellvertreter Ulrich Löffler. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Wohl sei ihm bewusst, so Grandy, dass der Homöopathische Verein einen geschichtsträchtigen Ort verliere. Zu den Kernaufgaben seines Vereins zählten aber vor allem Vorträge und therapeutische Präsentationen, dem sei das Haus nicht gerecht geworden. Hinzu seien die Pflege und Wartung des Gebäudes und die des Kräutergartens gekommen. Die Belastungen hätten sich im Laufe der Zeit „auf immer weniger Personen konzentriert“. Mit Respekt erinnerte Grandy der tatkräftigen Vereinsmitglieder, die sich früher hier heimisch gefühlt und einen „gesunden Kern“ gebildet hätten. Stellvertretend nannte er die Namen Herbert Dumke, Heinz Leuker und Anton Richter. Bereits 2001 aber, gab Grandy zu bedenken, habe man über einen Verkauf des Gebäudes nachgedacht. Mit den heutigen Tag stehe der Homöopathische Verein vor einem Neubeginn. Die Jagdhornbläser unterstrichen dies mit der Ehrenfanfare und einem lustigen Reim aus der Feder von Fritz Prinz.