Heidenheim / Manfred F. Kubiak Cornelia Schmitz-Piott thematisiert in ihrer Fotoausstellung „Anhäufung“ die Vermüllung der Natur.

„Wie viel Mühe macht es wohl, ausgedienten Hausrat, Sperrmüll oder sonstigen Abfall auf einen Anhänger zu packen und in den Wald zu fahren, um ihn dort in der Natur zu entsorgen?“

Das fragt sich Cornelia Schmitz-Piott. Und sie wundert sich nicht nur darüber. Denn sie denkt noch einen Schritt weiter und fragt auch nach den Folgen solchen Tuns für die in der mit Unrat gefüllten freien Natur lebenden Tierwelt: „Denken solche Menschen auch nicht darüber nach, ob sich an ihren Hinterlassenschaften Tiere verletzen können, sogar tödlich?“

Die zunehmende Vermüllung der Natur – „und dabei geht es mir nicht um die weggeworfene Bananenschale“ – ist auch das Thema einer Fotoausstellung, die Cornelia Schmitz-Piott ab dem morgigen Mittwoch in ihrer Galerie „Verde“ in der Scheidemannstraße 23 im Heidenheimer Westen bestreitet. „Anhäufung“ lautet der Titel der Schau, mit der die Fotografin „wachrütteln“ und „ein neues Nachdenken“ anstoßen möchte. Nicht nur hinsichtlich dessen, was von Menschenhand unachtsam oder bei vollen Bewusstein mitten in die Natur hinein weggeworfen wird. Es geht ihr in ihren 32 Exponaten auch darum, was Menschen überhaupt zum „Wegwerfartikel“ machen.

Wenn man so will, zusammengetragen hat Cornelia Schmitz-Piott das, was sie nun bis einschließlich 19. Mai zeigen wird, über die Jahre bei Spaziergängen. Wobei die Schau, was die fotografische Herangehensweise anbelangt, nicht nur eine dokumentarische Sichtweise anbieten soll, sondern selbstverständlich auch eine künstlerische. „Und selbst im Müll“, sagt Cornelia Schmitz-Piott, „findet das Fotografenauge abstrakte Motive.“Als Gäste fürs Umfeld der Ausstellung hat sich die Fotografin Loretta und Renato De Matteis von der Schmuckwerkstatt „Il mio mondo“ geladen. Geöffnet ist die Galerie, außer am Ostersonntag und am Maifeiertag, immer mittwochs, donnertags und sonntags von 14 bis 16.30 Uhr.