Heidenheim Das Geld für Jugendarbeit geht neue Wege

Heidenheim / Günter Trittner 22.07.2018
Der Kreistag hat neue Förderrichtlinien nach der Zahl der Jugendlichen beschlossen.

Die Landkreisverwaltung hat ein neues Konzept zur Förderung der Jugend- und Jugendsozialarbeit vorgelegt, das vom Kreistag bei dessen jüngster Sitzung einstimmig gutgeheißen wurde. Die Verwaltung sieht dabei viele Vorteile für alle Beteiligten.

Bislang bezuschusste der Landkreis im wesentlichen mit 50 Prozent Stellen in Jugendhäusern und bei ähnlich gelagerten Anlaufstellen in den Gemeinden. Insgesamt 13,7 Stellen.

Künftig geht es bei der Zuweisung nicht mehr um das Personal von Einrichtungen. Vielmehr hat jede Kommune gestaffelt nach je 1000 Jugendeinwohnern Anspruch auf einen finanzielle Förderung hauptamtlicher Stellen in der Jugendarbeit. Voraussetzung ist, dass diese ein mit der Kreisverwaltung abgestimmtes Konzept der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit vorlegen kann und das Personal über die entsprechende berufliche Qualifikation verfügt. Der Kreisverwaltung ist zudem daran gelegen, dass die Qualität der Kinder- und Jugendarbeit dauerhaft gesichert ist.

Bis zu 1000 Jugendeinwohner finanziert der Landkreis ab dem Jahr 2019 0,5 Stellenanteile. Je 1000 Jugendeinwohner kommt eine halbe Stelle hinzu, so dass zwischen 8000 und 9000 Jugendeinwohner maximal acht Stellenanteile finanziert werden. Neu ist auch, dass der Zuschuss nur noch an die Kommunen geht. Andere Träger von Jugendeinrichtungen wie Kirchen, Vereine oder Wohlfahrtsverbände und müssen sich künftig an diese wenden.

Der Landkreis Heideheim sieht seine neuen Förderrichtlinien bestätigt durch eine Studie zur Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Diese Studie rät zu einem schrittweisen Ausbau der beruflich organisierten Kinder- und Jugendarbeit auf regionaler Ebene.

Auch bei einer sinkenden Kinderzahl sollten für diese gut erreichbare, nicht kommerzielle Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in der Nähe ihres Wohnorts zur Verfügung stehen.

Bislang war die Förderung auf nur fünf Gemeinden konzentriert, wobei allein für Heidenheim 5,8 Stellen verbucht waren.

Die Schulsozialarbeit, darauf verwies Michael Rettenberger als Experte der Kreisverwaltung bei der Vorstellung des Konzepts im Kreistag, stehe nicht in Zusammenhang mit dieser Förderung von Jugendarbeit.

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