Heidenheim Das Axel-Bühl-Sextett beim Jazzfrühstück

War für den Jazz zum Frühstück verantwortlich: das Axel-Bühl-Sextett.
War für den Jazz zum Frühstück verantwortlich: das Axel-Bühl-Sextett. © Foto: hape
Heidenheim / Han s-Peter Leitenberger 30.07.2018
Das Axel-Bühl-Sextett holte das Publikum beim Jazzfrühstück der Opernfestspiele mit Musik von George Gershwin ab.

Heidenheim. Es „gershwinte“ gewaltig zum Ende der Festspielsaison auf dem Schlossberg. George Gershwin, geboren als Jacob Gershowitz, war ein Pionier des „Symphonic Jazz“, und er verstand es, afroamerikanische und zeitgenössische Elemente in seine Jazz- Kompositionen hineinzulegen. Am strahlenden Sonntagvormittag fand im Brunnengarten auf Schloss Hellenstein der letzte „Jazz-Frühschoppen“ des Jahres statt. 105 Besucher genossen nicht nur die mitreißend dargebotene Musik des Axel –Bühl-Sextetts, sondern das ganze Ambiente an diesem herrlichen, sonnendurchglühten Ort.

Wie bei der glamourösen „Last Night“ standen Werke des Jazz-Universalisten Gershwin im Mittelpunkt. Alexander Bühl glänzte mit druckvollen Läufen wie zarten Figuren auf dem Tenorsax. Bassist Max Leiß erfreute mit locker-perkussivem Habitus. Timothy Hepburn zauberte auf der Posaune elegisch-melancholische Klänge und famose Dämpfer-Kunststücke hervor. Können und Spaß verbanden das agile Sextett, und Simon Plötzeneder hatte auf Trompete und Flügelhorn jenen mitreißenden Sound, der nicht nur bei „It Ain't Necessarily So“ beeindruckte.

Axel Bühl hatte ein glückliches Händchen bei seinen Arrangements, und wenn er mit träumerischen Tenorsax-Linien, etwa bei „I Loves You, Porgy“ ins Geschehen einschwebte, so bereicherte er die Solopartien seiner Kollegen unaufdringlich, aber markant. Constantin Krahmer zeigte am Piano verschlungene Läufe mit sanft swingenden Elementen. Energiegeladen und mit fein differenzierten Slaps mischte Julian Fau auf dem Schlagzeug unaufdringlich, aber mit Verve in dem quirligen Geschehen mit.

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