Preis Bundespräsident zeichnet Fair-Trade-Schule aus

Durften in Berlin den Preis beim Wettbewerb des Bundespräsidenten entgegennehmen: Schülerinnen und Schüler des Hellenstein-Gymnasiums mit Schulleiterin Carola Rochau und Lehrer Holger Nagel.
Durften in Berlin den Preis beim Wettbewerb des Bundespräsidenten entgegennehmen: Schülerinnen und Schüler des Hellenstein-Gymnasiums mit Schulleiterin Carola Rochau und Lehrer Holger Nagel.
Heidenheim / 04.07.2014
Eine Delegation des Hellenstein-Gymnasiums war zu Gast beim Empfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin. Das HG hat für sein Engagement als erste Fairtrade-Schule in Baden-Württemberg einen Schulpreis bekommen.

Bundespräsident Joachim Gauck und der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, haben am Donnerstag im Schloss Bellevue über 100 Schülerinnen und Schüler für ihre Beiträge zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ ausgezeichnet. Im Großen Saal gratulierten sie den Gewinnern, die aus ganz Deutschland angereist waren. Der Bundespräsident sagte in seinem Grußwort: „Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik fördert eine Haltung der Verantwortung. Er lässt Respekt und Vertrauen wachsen. Und er macht Hoffnung, dass es uns in Zukunft noch besser gelingen wird, international zusammenzuarbeiten.“

Die aktuelle Wettbewerbsrunde stand unter dem Motto „Global und lokal denken und handeln – Die Welt beginnt vor deiner Tür!“. Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 sowie Schulen als Ganzes waren aufgerufen, sich mit den Herausforderungen einer globalisierten Welt auseinanderzusetzen. Dem Aufruf folgten mehr als 8600 Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen. Zudem beteiligten sich etwa 30 500 Schülerinnen und Schüler in der Kategorie Schulpreis. Insgesamt reichten die Teilnehmer 573 Wettbewerbsbeiträge ein. In fünf Kategorien wurden Preise im Gesamtwert von über 50 000 Euro vergeben.

Das Hellenstein-Gymnasium erhielt einen mt 5000 Euro dotierten Schulpreis, mit dem Schulen ausgezeichnet werden, die sich besonders engagiert und nachhaltig mit Fragen globaler Entwicklung beschäftigen. In dieser Kategorie wurden fünf gleichberechtigte Preise verliehen.

Das Hellenstein-Gymnasium ist die erste Fairtrade-Schule in Baden-Württemberg und hat eine Partnerschule in Mumbai (Indien), mit der es einen regen Austausch auf Augenhöhe betreibt. Die gesamte Schule beschäftigt sich mit den daraus erwachsenenden Themen, wobei das Bewusstsein für den fairen Handel und den partnerschaftlichen Austausch in allen Fächern geschaffen wird.

Darüber hinaus erhielt die Projektgruppe des Indienaustausches den Sonderpreis des Kinderhilfswerkes Plan International. Der Wettbewerbsbeitrag „FAIRinnerung“ ist ein E-Book, in dem sowohl die deutschen als auch die indischen Schülerinnen und Schüler berichten, wie sie sich im jeweils anderen Land faire Souvenirs gesucht haben und wie „fair“ diese Gegenstände ihrer Recherche nach hergestellt und gehandelt wurden. Insgesamt wurden 37 Souvenirs aus Indien und Deutschland von den Projektteilnehmern bewertet. Das Projekt koordinierte HG-Lehrer Holger Nagel. Jens Raygrotzki, Schulkoordinator von Plan International und Mitglied der Jury gefiel das Projekt der Heidenheimer Schüler besonders, weil sich Schüler aus Indien und Deutschland hier ganz selbstverständlich auf Augenhöhe begegnen. Als Preis bekommen die Schülerinnen und Schüler des Indienaustausches einen Kreativworkshop.

Der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik findet alle zwei Jahre statt. Der Wettbewerb bietet ein Forum der öffentlichen Anerkennung für entwicklungspolitisches Engagement von Schulen. Ziel ist es, den Lernbereich Globale Entwicklung in Schulunterricht und Schulleben zu etablieren und Kinder und Jugendliche für Themen der „Einen Welt“ zu sensibilisieren.

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