Heidenheim Brenzpark-Open-Air am Wochenende mit großen Namen

Innerhalb eines Tages steht die Bühne: Am Wochenende spielen im Brenzpark James Blunt und „Revolverheld“, und Siggi Schwarz sorgt als Veranstalter hinter der Bühne dafür, dass alles glatt läuft.
Innerhalb eines Tages steht die Bühne: Am Wochenende spielen im Brenzpark James Blunt und „Revolverheld“, und Siggi Schwarz sorgt als Veranstalter hinter der Bühne dafür, dass alles glatt läuft. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / Joelle Reimer 09.08.2018
James Blunt am Freitag, „Revolverheld“ am Samstag: Veranstalter Siggi Schwarz rechnet mit rund 7000 Festival-Besucher im Brenzpark. Auch die Wetteraussichten wecken Vorfreude.

Es kann fast als ein Wiedersehen zweier alter Bekannter bezeichnet werden, was sich am Mittwoch im Heidenheimer Brenzpark abgespielt hat. Beim Bühnenaufbau fürs Brenzpark-Open-Air mit James Blunt und „Revolverheld“ am Wochenende haben sich Veranstalter Siggi Schwarz und die Bühne nach nur knapp einer Woche wiedergesehen.

Erst vorige Woche nämlich stand Schwarz noch als Gitarrist mit seiner Band bei den KSK-Music-Open in Ludwigsburg auf eben jener Plattform – übrigens als Vorband für die „Scorpions“ –, und nun ist er als Veranstalter des Brenzpark-Festivals nicht auf, sondern hinter der Bühne für den reibungslosen Ablauf zuständig.

„Das ist witzig, natürlich kenne ich auch das Team schon, das die Bühne aufbaut – das schafft eine tolle Atmosphäre“, sagt Schwarz, während im Hintergrund das Bühnengerüst bereits Form annimmt und der Unterbau schon fast fertig ist. Als Nächstes sind die Tower dran. Über 20 Meter breit und 18 Meter tief wird die Bühne am Ende sein.

Bühne steht innerhalb eines Tages

Wird ja auch langsam Zeit, könnte man meinen, immerhin wird mit James Blunt schon am Freitagabend ein echter britischer Superstar erwartet – und bis dahin muss natürlich alles stehen. „Vor zehn Jahren noch haben wir schon fast eine Woche vorher mit dem Aufbau begonnen, aber heute geht das alles so schnell, dass wir zwei Tage vorher damit starten können“, erklärt Schwarz. Normalerweise ist die 30000-Euro-Bühne innerhalb eines Tages aufgebaut, und bis zum Mittwoch nach dem Festival dürfte der Park wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt sein. „Das alles muss auch so schnell gehen, denn danach wandert die Bühne weiter nach Ulm zu Santana“, so Schwarz.

Die Bühne aber ist längst nicht alles, was bei den Vorbereitungen für das Brenzpark-Open-Air berücksichtigt werden muss. Ein großer Teil der Arbeit und der Kosten steckt in der Technik: „Revolverheld beispielsweise haben eine sehr aufwendige Bühnenshow mit hohen technischen Anforderungen“, sagt Schwarz. Zudem muss die nötige Infrastruktur geschaffen werden, man braucht entsprechende Stromanschlüsse, Absicherungen mit Bauzäunen entlang der Brenz, und auch die Werbekosten mit rund 25000 Euro und die Gema-Gebühren mit knapp über 15000 Euro sind nicht zu vernachlässigen. „Die Anforderungen steigen jedes Jahr, und damit auch die Kosten“, erklärt Schwarz.

Dieses Jahr rechnet er mit rund 7000 Besuchern; die Zahl der Karten, die bislang im Vorverkauf weggingen, liegt etwas darunter. „Aber ich denke, da tut sich noch etwas. Das Wetter soll ja super werden. Natürlich gibt es Karten an der Abendkasse, auch wenn die Erfahrung zeigt, dass viele ihre Tickets oft im Voraus kaufen“, sagt er.

Sicherheitskonzept fürs Festival

Letztlich aber organisiert Schwarz das Festival nicht, weil er damit großartig Geld verdienen würde, sondern aus eigener Überzeugung; aus Liebe zur Musik und den Menschen. „Beispielsweise habe ich immer ein Kontingent für die Lebenshilfe und andere soziale Einrichtungen. Wenn ich ehrlich bin, ist für mich als Veranstalter am Festival nichts verdient.“ Zwar bekomme er einen Zuschuss von der Stadt Heidenheim und Unterstützung von Sponsoren, doch die Ausgaben seien eben nicht wegzudiskutieren.

Genauso wenig wie die Sicherheitsbestimmungen, die Schwarz neben all der ausgelassenen Festival-Stimmung sehr ernst nimmt. Ein Sicherheitskonzept, welches auch am kommenden Wochenende gilt, hat er bereits 2010 ausgearbeitet. „Es gibt einen Rettungsplan und drei Notausgänge, und Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Security und Polizei werden auf jeden Fall vor Ort sein“, sagt er. Letztere machen am Freitag vor dem Konzert auch noch eine Platzbegehung im Brenzpark, um auf Nummer sicher zu gehen.

Sicher ist sich Schwarz vor allem aber auch, was die diesjährigen Acts am Freitag und Samstag angeht. Er selbst war zwar noch nicht auf Konzerten der beiden Künstler, hat aber im Vorfeld schon viel positive Rückmeldung von Freunden und Bekannten bekommen. Bereits in den Vorjahren waren mit „Silbermond“ oder „Culcha Candela“ zahlreiche namhafte Bands in Heidenheim, und genau daran will Schwarz nun anknüpfen: „Mit Revolverheld holen wir die Erste Bundesliga der deutschen Musikszene nach Heidenheim, und mit James Blunt spielen wir definitiv in der Champions-League“, sagt er.

Karten im Vorverkauf gibt es im Ticketshop des Pressehauses.

Brenzpark-Open-Air: Programm und Sicherheitsbestimmungen

Am Freitag, 10. August, spielen ab 20 Uhr Sarah Straub und James Blunt. Am Samstag, 11. August, spielen um 19.30 Uhr die Band „Tonbandgerät“ und danach „Revolverheld“.

Nicht mitgebracht werden dürfen große Taschen und Rucksäcke, Getränke und Speisen, Waffen, Stühle, Stockschirme, Tiere, Laserpointer, Feuerwerkskörper, Fotoapparate mit Wechselobjektiv oder Brennweite über 180 mm, Aufzeichnungsgeräte, Tablets, Selfiesticks, leicht brennbare Gegenstände und Fahnen oder Plakate mit extremistischem Aufdruck.

Mitgebracht werden dürfen Decken, Sitzkissen, Taschenschirme, Fotoapparate ohne Wechselobjektiv.

Aufgrund von Personenkontrollen kann es am Einlass zu längeren Wartezeiten kommen.

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