Zug Brenzbahn-Anlieger: Landrat hofft auf höheren Landeszuschuss

© Foto: Oliver Vogel/Archiv
Herbrechtingen / günter Trittner 22.03.2016
Die Planungen für den teilweisen Ausbau der Brenzplan liegen voll im Zeitplan. Landrat Reinhardt hofft auf eine 75 Prozent Förderung. Zuversichtlich stimmt ihn zudem ein Schreiben des Verkehrsministers Hermann.

Auf bis zu 24 Millionen Euro war der Ausbau der Brenzbahn bereits veranschlagt worden. Die im Oktober 2015 abgeschlossene Konsolidierungsstudie hat die voraussichtlichen Baukosten dann auf 18,3 Millionen korrigiert. Die Konsolidierungsstudie hat aber nicht nur für mehr finanzielle Klarheit gesorgt, sie hat auch die Notwendigkeit des Ausbaus bei Bergenweiler und bei Rammingen bestätigt.

Wie Reinhardt aktuell die Mitglieder des Ausschusses für Infrakstruktur und Umwelt informierte, werde jetzt mit der vereinfachten Vorplanung begonnen. Um naturschutzrechtlichen und umweltschutzrechtlichen Fragen beim Bauvorhaben zu klären, stehe ein Scoping-Termin in Aussicht, bei dem Umfang und Tiefe der Untersuchungen geklärt werden. Von der DB-Netz werde parallel ein Stresstest vorgenommen, bei dem der zweigleisige Betrieb simuliert werde. „Ich bin zuversichtlich, dass die Fahrbarkeit bestätigt wird.“

Dass die Planungen „voll im Zeitplan liegen“ ist ein erfreulicher Aspekt. Denn bis 2019 soll der gesamte Ausbau nach dem Willen seiner Betreiber schon abgeschlossen sein. Einen weiteren glaubt Landrat Reinhardt einem Schreiben von Verkehrsminister Winfried Hermann entnehmen zu dürfen.

Nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz können die Brenzbahn-Anlieger auf einen Landeszuschuss von 50 Prozent vertrauen. Landrat Reinhardt möchte aber gern 75 Prozent. Um diesen Ausnahmetatbestand zu begründen, hat Reinhard mit Unterstützung des Ministers Andreas Stoch darauf verwiesen, dass das Land ein eigenes Interesse an dem Ausbau habe. Der vom Land gewünschte Stunden-Takt des IRE lassen sich nur umsetzen, wenn die Brenzbahn in zwei Bereichen zweigleisig werde. Das Antwortschreiben des Ministers lässt Reinhardt hoffen, dass dieser Gedanke bei der Prüfung des Förderantrags berücksichtigt werde. „Das ist nicht Nichts.“ Es gebe eine realistische Chance auf 75 Prozent.

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