Heidenheim Boris Schwarz erklärt wie man ein bewusstes Leben führt

Als Gesundheitsexperte will Boris Schwarz seinen Zuhörern einen bewussten Lebensstil vermitteln.
Als Gesundheitsexperte will Boris Schwarz seinen Zuhörern einen bewussten Lebensstil vermitteln. © Foto: Dennis Weissmantel
Heidenheim / Kathrin Schuler 11.09.2018
Fitnessexperte Boris Schwarz gibt in seinem Vortrag Tipps für einen gesünderen Lebensstil.

Boris Schwarz ist Gesundheitsexperte, Buchautor und leidenschaftlicher Redner. Im Rahmen der „Heidenheimer Impulse“ ist er am 26. September mit seinem Vortrag „Stress ade: Einfach bewusst gut leben“ zu Gast im Lokschuppen. Dabei geht es in seinem Vortrag nicht um Verzicht. Der 5-Sterne-Redner ruft seine Zuhörer vielmehr zu einem bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der Lebensenergie auf. Dabei verrät er Tipps und Kniffe, wie es nachhaltig gelingt, Stress durch Lebensenergie zu ersetzen.

„Stress ade“ lautet der Titel Ihres Vortrags. Wie aber soll das funktionieren? Stress ist schließlich nichts, was wir einfach loswerden können.

Boris Schwarz: Das stimmt. Doch Stress ist zunächst einmal nichts Schlimmes. Gesundheitlich bedenklich wird es erst, wenn er zum Dauerstress ausartet. Beim Umgang mit Stress hilft es, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Häufig geraten wir in Situationen, die es nicht wert sind, dass wir uns von ihnen stressen lassen. Und genau da setze ich in meinem Vortrag an, indem ich bei den Zuhörern das Bewusstsein dafür wecke. Darüber hinaus hilft körperliche Aktivität beim Stressabbau. In der Urzeit war jedwede Reaktion auf Stress eine körperliche: Flucht oder Kampf hieß es, wenn plötzlich der Säbelzahntiger vor uns stand. Und heute? Der Bundesdeutsche bewegt sich im Schnitt nur noch rund 1000 Meter am Tag. Doch unser Körper ist nicht zum Sitzen gemacht. Der Stress staut sich, weil das Ventil Bewegung fehlt.

Sie rufen dazu auf, bewusst zu leben – aber was bedeutet das überhaupt?

Ich denke, dass dies jeder Mensch für sich selbst definiert. Mir geht es in meinen Vorträgen darum, Menschen zu sensibilisieren, ihnen bewusst zu machen, dass sie nur diese eine Gesundheit und diesen einen Körper haben. Es geht nicht um völligen Verzicht oder gar Askese, doch manche Menschen behandeln ihr Auto oder Haustier besser als sich selbst. Darüber sollten sie nachdenken.

Wie motivieren Sie Ihre Zuhörer dazu, einen gesünderen Lebensstil zu führen?

Durchs Bewusstmachen. Eltern erzählen ihren Kindern gerne Geschichten, damit sie einschlafen. Ich erzähle Erwachsenen Geschichten, damit sie aufwachen.

Bedeutet ein gesunder Lebensstil jedoch nicht auch, dass man auf gewisse Dinge verzichten muss?

Nein. Wobei ich in einem Punkt nicht mit mir diskutieren lasse und das ist Rauchen. Rauchen ist definitiv ein No-Go. Doch ein Gläschen Wein oder Bier – in Maßen – gehört für mich ebenso zu einer bewusst guten Lebensführung wie eine Pizza oder auch mal Süßigkeiten. Die Dosis macht dabei, wie immer, das Gift. Hier gilt es eben, ein bewusst gutes Maß zu finden.

Viele Menschen treffen im stressigen Alltag ungesunde Entscheidungen, obwohl sie es eigentlich besser wüssten. Was würden Sie diesen Menschen raten?

Zu meinem Vortrag zu kommen! Spaß beiseite, es geht wie auch im Beruf um Organisation und Selbstdisziplin. Wenn mir im Büro der Magen knurrt und ich mir mein Essen nicht mitgebracht habe, dann wird es eben schnell der Burger, der Döner oder die Pizza. Nicht so, wenn ich meine Mahlzeiten plane. Ich bin rund 80 000 Kilometer jährlich im Auto unterwegs und kenne diese Herausforderung. Mein Kofferraum hält darum immer Snacks bereit. Ich behaupte, es ist alles eine Frage der Organisation. Und Sport gehört bei mir zur Körperpflege. Wie Zähneputzen. Zweimal in der Woche 30 bis 60 Minuten reichen dabei völlig aus.

Welche konkreten Tipps für den Alltag können die Menschen aus Ihrem Vortrag mitnehmen?

So einige. Die jetzt hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Vielleicht beschränke ich mich mal auf meine drei wichtigsten Anti-Stress-Tipps. Erstens: Vergleichen Sie sich nicht permanent mit anderen, das macht nicht nur unglücklich, sondern setzt Sie extrem unter Stress. Zweitens: Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein. Gestehen Sie sich Fehler ein, Sie sind ein Mensch. Und drittens: Lachen Sie mehr, denn die Glückshormone Dopamin und Serotonin vertreiben den Stress.

Karten für den Vortrag von Boris Schwarz gibt’s im Pressehaus, Olgastraße 15 oder unter www.hz.de/veranstaltungen.

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