Heidenheim Bombenalarm wegen Koffer an Ran-Tankstelle: Der Verursacher ist gefunden

Erwin Bachmann 12.08.2017
Der Mann, der den Koffer abstellte, konnte ausfindig gemacht werden.

Große Aufregung hatte Ende Juni ein Bombenalarm an der Ran-Tankstelle in der Wilhelmstraße verursacht, nachdem an einer der Zapfsäulen ein herrenloser Koffer entdeckt worden war.

Jetzt hat man offenbar den passenden Herrn zum Koffer ausfindig gemacht. Die von der Polizei seinerzeit aufgenommene Spur führte nach Norddeutschland, wobei man sich vergleichsweise leicht tat, weil die Tankstelle videoüberwacht ist und eine Filmaufnahme vorlag. Darauf ist das Auto des sich damals auf Durchreise befindlichen Mannes zu sehen: als es wegfährt und ein Koffer stehen bleibt.

Wie sich zeigte, war die ganze Geschichte harmlos. In dem verlassenen Gepäckstück befand sich nichts als Abfall, den – so der gegenwärtige Ermittlungsstand – der Autofahrer auf diese Weise loswerden wollte.

Kosten für den Einsatz zahlen

Sollte sich dieser Tatverdacht erhärten, muss der Mann mit einer Geldbuße wegen illegaler Müllentsorgung rechnen. Doch damit nicht genug. Zusätzliche Unbill droht ihm von Seiten des Polizeipräsidiums Ulm. „Sollte dieser Autofahrer tatsächlich der Müllsünder sein, bekommt er eine Kostenrechnung für den Einsatz, den er damals verursacht hat,“ sagt Polizeisprecher Rudi Bauer. Was richtig teuer werden könnte, hatte der abendliche Bombenalarm doch ein größere Aufgebot von Polizei und Feuerwehr nach sich gezogen.

Kein Nachspiel hat hingegen der vor zwei Tagen in der Nördlinger Straße ausgelöste Bombenalarm. Ursache war ein verdächtig anmutender Gegenstand in Form eines mit einer Flüssigkeit gefüllten und mit Drähten drapierten Gurkenglases. Weil das merkwürdige Arrangement jedoch als gefahrlos eingestuft wurde und keine Straftat vorlag, wird die Sache von den Behörden nun nicht weiter untersucht und auch nicht verfolgt.