Feier Blauwald veranstaltet ein Fest zum Geburtstag

Beim Waldtag in Nietheim zeigte die Blauwald GmbH eindrücklich ihre Vorstellungen von natürlicher und nachhaltiger Bewirtschaftung des Waldes.
Beim Waldtag in Nietheim zeigte die Blauwald GmbH eindrücklich ihre Vorstellungen von natürlicher und nachhaltiger Bewirtschaftung des Waldes. © Foto: Heribert Andres
29.09.2014
Seit der Übernahme der fürstlichen Wälder im Jahr 2004 ist der privatwirtschaftliche Forstbetrieb Blauwald GmbH auf der Ostalb für rund 5000 Hektar eigene und dazu weitere 2000 Hektar Waldfläche privater Besitzer zuständig.

„Heute wollen wir zeigen, dass wir vorbildlich und nachhaltig bewirtschaften“, lud Betriebsleiter Thoma Venus vergangenen Sonntag anlässlich des 10-Jahre-Jubiläums zum großen Waldtag nach Nietheim ein. Im Großkuchener Teilort steht mit einem ehemaligen Jagdschloss ein bauliches Kleinod der Thurn und Taxis, das heute ebenfalls der Blauwald GmbH gehört. Auf einem Parcours mit 15 Stationen hatten die Waldarbeiter hier alles aufgebaut, was es zum Thema Wald zu sagen und zu zeigen gibt – und noch vieles mehr. Angefangen von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und dem Einsatz entsprechender Technik über die Vorstellung der Berufe bis hin zu Bejagung reichten die Themen. Beim Blauwald-Cup ging es bei den Forstarbeitern um maximale Schnelligkeit mit Axt und Säge, ein Waldmobil half Kindern den Wald zu erleben und nicht zuletzt gab es einen Mittagstisch mit Wildspezialitäten.

Da lohnt ein Blick hinter die Kulissen: Von Aalen entlang der A7 bis in den Landkreis Dillingen erstrecken sich heute die Waldflächen der Blauwald GmbH auf der Ostalb. Verantwortlicher Betriebsleiter ist Thomas Venus, der die Arbeiten vom alten fürstlichen Forstamt in Ebnat aus organisiert. Das hat er auch früher schon getan, bis „vor zehn Jahren alles mit Mann und Maus verkauft wurde.“ Dann begann praktisch eine neue Zeit. „Die früheren Strukturen sind zwar erhalten geblieben“, erzählt Venus. „Aber die Bewirtschaftung ist eher zur naturgemäßen Waldwirtschaft geworden. Da hat sich vieles zum Positiven gewendet“.

Besonders waldschonend möchte die GmbH arbeiten und ihre Know-how zunehmend auch privaten Waldbesitzern zur Verfügung stellen. „Mit intelligent eingesetzter Technik“, erläutert Venus „und gutem, von uns selbst ausgebildetem Personal“. Die Motivation dahinter ist klar: „Der Wald ist unsere Existenzgrundlage, deshalb wollen und müssen wir vorbildlich und nachhaltig bewirtschaften.“

Ein Blick in seine Arbeit und in die Zukunft: „Wir wollen unsere Wälder in den Altbeständen natürlich verjüngen und dazu mit weiteren Baumarten anreichern.“ Tannen, Nussbäume und die Douglasie nennt Venus dabei. „Dadurch werde der Wald auch schöner und besser durchmischt“, und man sei gewappnet für die Zukunft. ha