Heidenheim / Klaus Dammann  Uhr
Ein familientauglicher Animationsspaß, der mal nicht aus den USA stammt.

Das kurzweilige Computertrickvergnügen ist eine belgische Produktion, die in Brexit-Zeiten das englische Königshaus liebevoll auf die Schippe nimmt. Im Mittelpunkt des stets familientauglichen Films stehen allerdings die Lieblingshaustiere der Queen, die kurzbeinigen Corgis, die sich ihres aristokratischen Lebens erfreuen.

„Royal Corgi – Der Liebling der Queen“ bietet ein Slapstick-Festival, das visuell überzeugend umgesetzt ist, manchmal zwar etwas albern gerät, aber gute Charakterisierungen seiner Figuren zeigt. Rex ist der Neue im Bunde der blaublütigen Wauwaus und gleich der „Top Dog“ Ihrer Majestät. Weil er das mit seiner Arroganz aber die anderen spüren lässt, ist ihm nicht jeder wohlgesonnen. Als er den Staatsbesuch von Donald Trump, seiner Frau Melania und deren auf Partnersuche befindlicher Texas-Corgi-Dame Miezi ruiniert, fällt Rex in Ungnade. Und Charlie, sein Mitbewerber um den Titel des Nummer-Eins-Hundes, serviert ihn ab. Im Hundeasyl lernt Rex einen neuen Blick aufs Leben kennen und mit seinen Kumpeln macht er sich auf zum Buckingham Palace.

„Royal Corgi“ gibt sich nicht immer politisch korrekt und nutzt auch die Gelegenheiten zum Wortspiel. Ironisch geht der Trickfilmspaß mit seinen menschlichen Nebenfiguren um und lässt dabei kaum ein Klischee aus. Vor allem beim Auftritt des US-Präsidenten passt dies ausgesprochen gut.

Als der fürs Leben draußen eher ungeeignete Schoßhund im Tierheim die Kehrseite der Medaille erleben muss, gewinnt der Film deutlich an Fahrt und legt an Tempo zu, wird zur amüsanten Geschichte um Klassenunterschiede und die Bedeutung von Freundschaft. Da wird die belgische Produktion zum originellen Animationsstück, das vor Augen führt, dass Europa mit Amerika mithalten kann – wenngleich auch das hohe Niveau von Disney, Pixar und Co. nicht wirklich erreicht wird.

Kino-Center, ab 0

Außerdem neu im Kino

Im Netz der Versuchung

Eine beachtliche Besetzung: Matthew McConaughey, Anne Hathaway und Djimon Hounsou spielen die Hauptrollen in dem US-Werk, das sich zumindest anfangs als Thriller gibt. Baker ist Fischerboot-Kapitän und fährt mit Touristen raus auf See. Plötzlich taucht seine Ex-Frau auf und bittet ihn, ihren neuen Gatten auf dem Meer über Bord zu werfen (Kino-Center, ab 12).

Die Wiese – Ein Paradies nebenan

Expeditionen in die heimische Natur zeigt dieser deutsche Dokumentarfilm. Flora und Fauna auf den wilden Wiesen werden beobachtet (Kulturfilm im Kino-Center, ab 0).

Fighting With My Family

Um Wrestling geht es in der britischen Dramödie. Ricky und seine Frau führen ein Wrestling-Geschäft, die Kinder Zak und Paige träumen von der großen Karriere in diesem Show-Sport. Doch nur die Tochter bekommt die große Chance und muss daher die Familie verlassen (Capitol, ab 12). dam

Sehenswert

Avengers: Endgame (3-D)

Der Fall Collini