Heidenheim Besucherrekord beim Küferfest dank lauer Sommerabende

Heidenheim / Karin Fuchs 06.08.2018
Die Heidenheimer feierten das 23. Küferfest am Friedrich-Degeler-Platz am Rathaus. Wie fällt das Fazit des Küferfest-Chefs Kai Motzyemba aus?

Nach fünf Tagen Küferfest hat Kai Motzygemba ein Lächeln im Gesicht. Und das trotz fünf Tage mit viel Arbeit und viel zu wenig Schlaf. Doch nachdem auch am Sonntag im Weindorf auf dem Friedrich-Degeler-Platz sowohl Gäste als auch Standbetreiber froh gelaunt den Tag genießen, kann er sich er sicher sein: Auch sein zweites Mal als Küferfest-Chef war ein Erfolg.

Im vorigen Jahr hatte Motzygemba die Gäste zählen lassen: Mit 30 000 war ein neuer Rekord erreicht worden. Diesmal dürfte dieser – nimmt man die verkaufte Menge an Getränken zum Maßstab – mindestens erreicht, wenn nicht gar gebrochen worden sein, meint Motzygemba. „Teils waren einzelne Weine ausverkauft, die Händler mussten nachordern.“

Regen nur in der Stadtmitte

Den größten Ansturm gab am Freitag, wenn es auch am Samstagabend brechend voll war. Wohl aufgrund der Hitze setzte der Andrangs meist erst gegen 18 Uhr ein, dann aber richtig. Auch die kleinen, örtlich begrenzten Regenschauer vertrieben die Gäste nicht. Sie zogen sich unter die Pagoden zurück und genossen die kleine Abkühlung. Stolz ist Motygemby darauf, in diesem Jahr mit der Geislinger Firma Held einen Hauptsponsor gefunden zu haben sogar von außerhalb des Landkreises. „Daran sieht man, wie positiv man auch außerhalb unseren Standort sieht.

Ein drittes Küferfest mit Motzygemba? Für drei Jahre hat er den Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Nachdem es so gut klappt, will er weitermachen.

Alles friedlich auf dem Fest

Fröhlich und friedlich verlief das Küferfest, auch wenn in sozialen Netzwerken anderes zu lesen war. Sowohl Veranstalter Kai Motzygemba bestätigte einen reibungsfreien Verlauf als auch die Polizei.

Ein Gast wollte in der Nacht auf Samstag den Platz nach Festende nicht verlassen. Weil der alkoholisierte Mann auf den Sicherheitsdienst nicht hören wollte, verständigte dieser die Polizei. Diese verwies den uneinsichtigen Gast schließlich des Platzes.

Nichts zu tun mit dem Küferfest hatte der Einsatz der Polizei am Bahnhof in der gleichen Nacht, als die Beamten wegen einer eingeschlagenen Scheibe alarmiert worden war. Eine Frau hatte sich an den Scherben verletzt und musste ärztlich versorgt werden. Wer letztendlich die Scheibe eingeschlagen hatte, ist noch nicht ermittelt.

Eine betrunkene Jugendliche in kritischem Zustand machte schließlich ebenso den Einsatz der Polizei notwendig. Sie hielt sich in der Georg-Levillain-Anlage auf und weigerte sich, mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht zu werden. Die Polizei half nach: Entweder Arrestzelle oder Klinikum, hieß die Auswahl. Das Mädchen zog die ärztliche Hilfe vor.

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