Heidenheim / hz Schülerinnen hatten zum Aktionstag wieder Gelegenheit, sich bei zahlreichen Betrieben und Institutionen in verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren.

Beim Girls’ Day 2019 beteiligte sich die Zukunftsakademie mit einem Angebot zur Fahrrad-Technik und -sicherheit. Unter Anleitung von Zweiradmechanikerin Ramona Zschocke bekamen die Mädchen gezeigt, wie Radeinbau, Bremsenfunktion einstellen oder Platten flicken funktioniert.

Darüber hinaus konnte Hauptkommissarin Annika Theiler von der Heidenheimer Polizei die Mädchen von der lebensrettenden Notwendigkeit  überzeugen, einen Helm zu tragen.

Girls‘ Day im Landratsamt

Beim Landratsamt Heidenheim erhielten 13 Mädchen einen Einblick in typische „Männerberufe“. Die Försterin Beatrix Diedering besichtigte mit sieben Mädchen das Forstrevier Härtsfeld, führte mit ihnen die Holzaufnahme von Fichten-Sturmholz durch und zeigte ihnen im Wald, was eine Försterin sonst noch zu tun hat.

Im Fachbereich Vermessung und Flurneuordnung lernten die Mädchen das Geoinformationssystem kennen, bevor sie selbst beim Höhlenhaus in Hürben verschiedene praktische Übungen mit unterschiedlichen Messgeräten machten.

Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit des Geschäftsbereichs Gewerbeaufsicht, insbesondere Arbeits- und Umweltschutz, übten sich zwei Mädchen als Technische Aufsichtsbeamtinnen unter anderem im Außendienst: Sie besichtigten zwei Gewerbebetriebe, wobei sie Erläuterungen zum sozialen und zum technischen Arbeitsschutz erhielten.

Zurück im Landratsamt führten sie noch Lärmmessungen durch. Bei der Straßenmeisterei des Landkreises Heidenheim unterstützten zwei Mädchen die Straßenwärter beim Aufstellen und Einmessen von Leitpfosten und Verkehrsschildern sowie bei der Streckenkontrolle. Den Schülerinnen wurden nicht nur die Gerätschaften der Straßenmeisterei erklärt, sie besichtigten auch den Tunnel in Herbrechtingen sowie einen Amphibiendurchlass.

Mädchen schnupperten auch in diesem Jahr am Girls’ Day wieder in die Berufswelt. Zahlreiche Betriebe, Firmen und weitere Institutionen beteiligten sich.

Girls’ Day bei der IHK

Im IHK-Bildungszentrum konnten sich 19 Mädchen aus umliegenden Schulen über die Berufe Industriemechaniker, Elektroniker und Mechatroniker informieren. „Für die Berufsorientierung der Schülerinnen ist es wichtig, dass sie auch Einblicke in typische Männerberufe erhalten. Dadurch bekommen sie eine eigene Sichtweise auf diese Ausbildungsberufe und erlernen später eventuell einen Beruf in der Metallbranche“, erklärte Carmen Bassler, gewerblich-technische Ausbildungsberaterin bei der IHK.

Von Bohren bis Pneumatik wurde den Mädchen an verschiedenen Stationen gezeigt, welche Tätigkeiten in den gezeigten Berufen typischerweise ausgeübt werden. Alle Werkstätten und Ausbilder des IHK-Bildungszentrums waren involviert.

Beim Gravieren und Biegen konnten die Schülerinnen ihr handwerkliches Geschick testen. Ein Highlight des Besuchs waren individuell gelaserte Handyhalter, die zuvor von den Auszubildenden in der überbetrieblichen Ausbildung des IHK-Bildungszentrums vorbereitet wurden. „Wir freuen uns schon auf den Girls‘ Day im nächsten Jahr. Die Metall- und Elektroberufe sind auch für Mädchen eine echte Alternative“, so Bernd Schrimpf, Leiter des IHK-Bildungszentrums.