Heidenheim Bebauungs-Endspurt an der Brenzstraße hat begonnen

Im östlichen Bereich des zweiten Baufeldes „An der Stadtwaage“ beginnen jetzt die Gründungsarbeiten.
Im östlichen Bereich des zweiten Baufeldes „An der Stadtwaage“ beginnen jetzt die Gründungsarbeiten. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Andreas Uitz 23.01.2018
Diese Woche wird mit dem letzten Bauabschnitt an der Brenzstraße begonnen.

Von Winterpause keine Spur: Auf der Großbaustelle im Quartier „An der Stadtwaage“ zwischen Ploucquetstraße und Brenzstraße wird weiterhin kräftig gearbeitet. Stockwerk um Stockwerk wachsen die Gebäude in die Höhe. Am weitesten ist der Bau an der Ploucquetstraße direkt neben der ehemaligen Landeszentralbank gediehen, in dem die Evangelische Heimstiftung künftig neue Wohnformen für Senioren anbieten wird. Aber auch die beiden dahinter gelegenen Punkthäuser, in denen Wohnungen entstehen, ziehen nach.

„Wir haben einen zeitlichen Versatz zwischen den Gebäuden von etwa vier bis sechs Wochen“, sagt Horst Enßlin, Geschäftsführer der Essinger Wohnbau, die dieses Areal ebenso bebaut wie schon zuvor das südlich angrenzende Ploucquet-Areal. Auch wenn der Bau der Heimstiftung bereits Ende des Jahres fertiggestellt werden soll und die beiden Wohngebäude im ersten Quartal 2019, so ist doch geplant, dass im April gemeinsam Richtfest gefeiert wird. „Bis dahin sind die Rohbaubarbeiten abgeschlossen“, erklärt Enßlin.

Mehr als 100 Betonpfähle

Während im ersten Bauabschnitt also schon viel zu sehen ist, werden die Gründungsarbeiten im zweiten Abschnitt an der Brenzstraße diese Woche beginnen. Innerhalb von drei Wochen, so sieht es Enßlin zufolge die Planung vor, sollen mehr als 100 Betonpfähle in bis zu 14 Metern Tiefe gesetzt werden, die den Gebäuden als Stütze dienen. Im Anschluss beginnen die Rohbauarbeiten mit Fundamenten für die Parkgarage und das Eckgebäude an der Ploucquetstraße. In diesem werden im Erdgeschoss Büros und darüber Wohnungen entstehen.

Über der Tiefgarage werden dann drei Punkthäuser gebaut, die eine Art Riegel zur Brenzstraße hin bilden. Das höchste dieser Gebäude mit sieben Wohn-Stockwerken und steht an der Ostseite. Mit diesem herausragenden Bau nehmen die Investoren eine Empfehlung des vorausgegangen städtebaulichen Workshops auf.

Enßlin geht davon aus, dass die Rohbauarbeiten im zweiten Bauabschnitt Ende des Jahres fertiggestellt sein werden, die ersten Bewohner werden wohl zum Jahreswechsel 2019/20 einziehen können.

Optisch werden die neuen Gebäude ähnlich denen auf dem Ploucquet-Areal daherkommen, allerdings sollen mit Farben und Materialien andere Akzente gesetzt werden. Auch im Bereich „An der Stadtwaage“ soll viel begrünter Freiraum zwischen den Häusern entstehen, sodass Sichtverbindungen möglich sind.

Fast alle Wohnungen verkauft

Nach wie vor gibt es eine sehr große Nachfrage nach Wohneigentum. In den Rohbauten sind schon längst alle Wohnungen verkauft und auch die Gebäude an der Brenzstraße erfreuen sich großer Beliebtheit. Das größte an der Ostseite wird Enßlin zufolge komplett von einem institutionellen Investor erworben. In den beiden anderen Komplexen sind schon 20 der insgesamt 25 Wohnungen verkauft. Ist die gesamte Bebauung im Jahr 2020 endgültig abgeschlossen, dann sind binnen weniger Jahre auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Ploucquet und an Stelle der früheren Kreissparkassen-Hauptstelle insgesamt 280 neue innerstädtische Wohnungen entstanden.