Handel Baywa und Extra: Was wird aus den Flächen?

Heidenheim / erwin bachmann 04.11.2013
Die Einkaufslandschaft auf der grünen Wiese verändert sich. Sowohl im Norden als auch im Westen Heidenheims finden sich große Ladenflächen, die jetzt auf neue Nutzer warten.

In der Weststadt steht bereits seit Mitte des Jahres der frühere Garten- und Zoomarkt der Baywa leer. Als Gründe für die Schließung des in Nachbarschaft von Kaufland gelegenen Standorts des Groß- und Einzelhandelskonzerns waren die Wettbewerbsentwicklung und das veränderte Käuferverhalten angeführt worden. Die Kunden, so die Erfahrung, neigten eindeutig zu großflächigen Märkten mit entsprechender Sortimentsvielfalt und -breite. Namen von Konkurrenten wurden nie genannt, doch dürfte Baywa vor Ort wohl vor allem der in den Tieräckern ansässige Dehner-Markt das Wasser abgegraben haben.

Noch ist Baywa Mieter der Immobilie

Seit der Aufgabe stehen die Räumlichkeiten leer. Zwar ist der in München beheimatete Baywa- Konzern nach wie vor Mieter der geräumten Immobilie, doch gehen alle Bestrebungen dahin, baldmöglichst einen Nachnutzer für die rund 2500 Quadratmeter umfassende Nutzfläche zu finden. Als Interessent ist seit September ein namentlich bislang nicht genanntes Einzelhandelsunternehmen im Gespräch. Auch die Branche will man aus Wettbewerbsgründen noch nicht verraten. Nach Informationen unserer Zeitung deutet einiges darauf hin, dass sich an diesem Standort ein neuer Lebensmittel- und Drogeriemarkt etablieren könnte.

In diesem Zusammenhang wird ein für das Ziegler-Areal geltender Bebauungsplan der Stadt Heidenheim interessant, der auf der Grundlage des bereits beschlossenen, aber noch nicht genehmigten Flächennutzungsplanes im ersten Quartal 2014 offengelegt werden soll. Mit dem noch ausstehenden Satzungsbeschluss wird der Rahmen festgesetzt, in dem sich Eigentümer und Nutzer jetzt leerstehender Gebäude und brachliegender Freiflächen bei der Entwicklung des Geländes bewegen können.

Extra: Mit Interessenten in Verhandlung

Einige Kilometer weiter nördlich zeichnen sich ebenfalls Veränderungen ab. Schauplatz ist der Extra Bau- und Hobbymarkt, der zu einer Tochtergesellschaft der seit Mitte dieses Jahres insolventen Baumarktkette Praktiker gehört. Zunächst schien dieser an der Ludwig-Erhard-Straße liegende Standort nicht von der Schließung betroffen zu sein, doch seit kurzem läuft auch dort der Ausverkauf. Ende November soll der direkt an den Real-Markt angrenzende Markt dann seine Türen schließen.

Was danach kommt, ist noch offen. Die Patrizia Immobilien AG mit Stammsitz in Augsburg ist Eigentümerin des Areals, das von der in Düsseldorf beheimateten Metro Properties Holding GmbH verwaltet wird. Dort steht man nach eigenen Angaben mit mehreren potenziellen Interessenten in Verhandlungen. Namen oder auch nur Branchen zu nennen, sei noch zu früh. Die dort auf den gewerblichen Immobilienmarkt gekommene Nutzfläche bewegt sich in einer Größenordnung von 5000 Quadratmetern.

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