Heidenheim Ploucquetstraße wird früher fertig als geplant

Die Bauarbeiten in der Ploucquetstraße werden noch im September fertiggestellt.
Die Bauarbeiten in der Ploucquetstraße werden noch im September fertiggestellt. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Andreas Uitz 01.08.2018
In der Heidenheimer Römerstraße und der Ploucquetstraße wird den Sommer über durchgearbeitet Auch deshalb werden die Baustellen früher fertig als ursprünglich geplant, doch nicht immer klappt alles.

An zahlreichen Ecken im Stadtgebiet wird schon seit Monaten gebaut. Bereits seit etlichen Jahren verfolgt die Stadtverwaltung ein Programm zur Straßensanierung, das Stück für Stück fortgeschrieben wird. So sind im Laufe der Jahre in vielen Quartieren die Straßen ganz erheblich aufgewertet und verbesserte, teils sogar komplett umgebaut worden. Dass es dennoch immer noch viele gibt, die in beklagenswertem Zustand sind, ist auch in der Stadtverwaltung bewusst. Doch die Sanierung lässt sich eben nur Schritt für Schritt vollziehen.

Rund 6,8 Millionen Euro gibt die Stadt allein in diesem Jahr für Tiefbaumaßnahmen aus. „Und das geht seit Jahren so, das ist eigentlich sensationell“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg.

Fokus in Sanierungsgebieten

Vor allen Dingen in den Sanierungsgebieten lässt sich erkennen, dass man im Rathaus durchaus bemüht ist, den Zustand der Straßen zu verbessern. Denn hier liegt eine der Prioritäten. „Wir haben schon vor langem festgestellt, dass die Hauseigentümer bereit sind, in ihre Gebäude zu investieren, wenn auch das Umfeld stimmt“, sagte der OB bei einer Besichtigung der größten aktuellen Straßenbaustellen.

Dazu gehören die Ploucquetstraße und die Römerstraße. Beide sind wichtige Verbindungsachsen für den Verkehr und so gelten auf diesen beiden Baustellen auch besondere Regeln. Die Ploucquetstraße als wichtige Süd-Nord-Achse durch die Innenstadt ist im Abschnitt zwischen der Christian- und der Brenzstraße seit Mitte Juni voll gesperrt. Nachdem in den Vorjahren bereits die südlicheren Abschnitte entlang des Ploucquet-Areals umgebaut und neu gestaltet wurden, ist jetzt der letzte Abschnitt an der Reihe. Doch musste im ersten Abschnitt, beginnend an der St. Pöltener Straße, auch der Kanal erneuert werden, so ist das im aktuellen Baufeld nicht der Fall.

Im Prinzip wird hier nur der Belag erneuert und die Straße optisch dem bereits fertiggestellten Bereich angepasst, nebst Radfahrstreifen und breitem Gehweg. Von der Christianstraße an wird die Ploucquetstraße auch zweispurig bleiben, um den Abbiegeverkehr zu ermöglichen und Stauungen an der Ampel zu vermeiden.

Doch im Zuge der Bauarbeiten werden auch sämtliche Versorgungsleitungen von den Stadtwerken erneuert. Sowohl die Gas- als auch die Wasserhauptleitungen werden komplett ausgetauscht, zudem werden Fernwärmeleitungen und Niederspannungskabel sowie Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt. Warum hier wie an anderen Straßenbaustellen nicht gleich Glasfaserleitungen eingebaut werden?

„Das ist Sache der Telekom und diese Zusammenarbeit ist mehr als schwierig und für uns sehr unbefriedigend“, sagt Gerhard Horlacher, Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen. Die Stadtverwaltung versuche, sich schon bei der Planung von Tiefbaustellen mit dem Unternehmen abzustimmen, doch das funktioniere eigentlich nie. „Sicherlich wäre es das einfachste, wenn die Telekom ihre Glasfaserleitungen verlegt, während wir die Straße offen haben, aber das funktioniert nie“, beschreibt Horlacher die Situation, dich auch für den OB „teilweise frustrierend“ ist.

Um den 150 langen Bauabschnitt in der Ploucquetstraße fertigzustellen, verzichtet das Bauunternehmen auf Ferien – dies war schon in der Ausschreibung als Bedingung enthalten. Aufgrund der guten Witterung, die in diesem Jahr herrschte, sind die Arbeiten schon weiter fortgeschritten als im Zeitplan vorgesehen. Horlacher rechnet damit, dass sie bis Ende September fertiggestellt sein wird, einen Monat früher als geplant. Die Straßenbauarbeiten kosten die Stadt 350 000 Euro, die neue Straßenbeleuchtung wird 10 000 Euro kosten.

Römerstraße schneller fertig

Auch die Baustelle in der Römerstraße wird schneller fertig als geplant, denn auch hier wird durchgearbeitet. Für den rund 350 Meter langen Abschnitt war eine Bauzeit von sieben Monaten geplant worden, eigentlich hatte man im Rathaus mit einer Fertigstellung Ende November gerechnet. Doch auch hier spielen gute Bedingungen dem Zeitplan zu: aktuell gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Römerstraße schon Ende September wieder befahrbar sein wird.

Die Arbeiten im Untergrund sind bereits abgeschlossen, derzeit werden die Randsteine gesetzt, bevor dann die Gehwege gebaut werden. 1,15 Millionen Euro kostet der Umbau der Straße, hinzu kommen 400 000 Euro für Kanalarbeiten.

Zustand wird immer besser

Insgesamt ist die Stadt Heidenheim zuständig für den Unterhalt von 252 Straßenkilometern. Diese sind in drei Schadensklassen unterteilt. Straßen in der ersten müssen in frühestens 21 Jahren saniert werden, die in der zweiten in elf bis 20 Jahren, Straßen in der dritten Kategorien stehen in den kommenden zehn Jahren an.

Über die Jahre haben sich die Kategorien stark verschoben zugunsten der Straßen in sehr gutem Zustand. Aktuell sind 184 Straßenkilometer in der Klasse 1, 37 in der Klasse zwei und 30 in Klasse 3.

2004 waren noch 55,8 Kilometer in sehr schlechtem Zustand, 52 im mittleren und 139 in gutem.

Auf der städtischen Internetseite gibt es einen Überblick über den Zustand der Straßen im Stadtgebiet. Außerdem besteht hier die Möglichkeit, Straßen in besonders schlechtem Zustand zu melden.

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