Heidenheim Ausstellung: Im Türmle trifft Kunst auf Politik

„Fabel-Haft“ heißt die Ausstellung von Rainer Jooß im Türmle, die dazu anregen soll, sich Gedanken über die Müllproblematik zu machen.
„Fabel-Haft“ heißt die Ausstellung von Rainer Jooß im Türmle, die dazu anregen soll, sich Gedanken über die Müllproblematik zu machen. © Foto: Archiv/ct
Heidenheim / pm 08.02.2019
Passend zur Ausstellung im Türmle können Besucher am 14. Februar Fragen zur Müllproblematik erörtern.

Ja, ein Schmunzeln sollte erlaubt sein, angesichts des gelben Sackes, den Rainer Jooß in der aktuellen Ausstellung „In Stein, Farbe und mit Biss“ im Türmle des Heidenheimer Kunstvereins präsentiert. Mehr aber als ein Schmunzeln sollte es dann aber fast schon nicht sein, denn mit der gesellschaftskritischen Installation unter dem Titel „Fabel-Haft“ will Jooß vor allem eines: Auf die aktuelle Müllproblematik aufmerksam machen.

Denn bei 2,5 Millionen gelben Säcken, die jährlich allein im Kreis Heidenheim anfallen, sei ein Umdenken überfällig, so Jooß. „Wir, die emsig Woche für Woche wertvolle Ressourcen in gelbe Säcke stopfen, übernehmen nur vordergründig Verantwortung für ein Recyclingssystem, das längst als überholt anzusehen ist“, sagt er.

Wer die Gelegenheit nutzen möchte, zu hören, was die Experten vor Ort zu sagen haben, sollte sich den Donnerstag, 14. Februar, vormerken. Ab 18 Uhr beantworten Markus Kraus, Bärbel Hörger und Elke Pudel vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim die Fragen interessierter Bürger.

Über Müll sprechen

Im Rahmen dieser Initiative des Kunstvereins Heidenheim sind alle Interessierten eingeladen, sich öffentlich mit der Müllthematik auseinanderzusetzen – in ungezwungener Runde im Türmle. Die Frage, was Politik in der Kunst zu suchen hat, wird dabei gleich von drei Kunstvereinsmitgliedern kontrovers erörtert. Die aktuelle Ausstellung „In Stein, Farbe und mit Biss“ von Otto Hess, Walter Häfner und Rainer Jooß bietet hierfür einen spannenden Rahmen.

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