Heidenheim Sportlerehrung der Stadt Heidenheim: Aushängeschilder im Rampenlicht

Heidenheim / Michael Brendel 02.02.2019
Erfolgreichen Amateuren und Profis bot die Stadtverwaltung bei der Sportlerehrung am Donnerstagabend wie alle Jahre wieder eine Bühne. Die Goldene Münze erhielten Dr. Mathias Frey und Klaus Mayer.

Dem einst selbst verliehenen Etikett der Sportstadt entsprechend, präsentierte sich Heidenheim am Donnerstagabend im Congress-Centrum. 700 Gäste bescherten der Sportlerehrung einen würdigen Rahmen und den Hauptpersonen den verdienten Applaus. Mit rund 300 waren das mehr als jemals zuvor, wie Rosemarie Croonen nachgerechnet hatte. Die Leiterin des Geschäftsbereichs Bildung, Sport und Bäder im Rathaus muss es wissen, ist sie doch bereits seit dreieinhalb Jahrzehnten für die Organisation der traditionsreichen Veranstaltung verantwortlich. Moderiert wurde diese erneut von Markus Brock, musikalisch in Szene gesetzt von Siggi Schwarz & Friends.

Erfolgreicher Nachwuchs

Zurückzuführen ist die Entwicklung nicht zuletzt auf die wachsende Zahl erfolgreicher junger Sportler, etwa aus dem Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Heidenheim. Folgerichtig waren mit 95 die meisten der Geehrten Fußballer. Stark vertreten ebenso: die Fechter mit 43 und die Baseballer mit 31 Ausgezeichneten.

Ihnen allen und noch vielen mehr übergab Oberbürgermeister Bernhard Ilg Medaillen, Plaketten und Statuetten. Zur Hand ging ihm dabei Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des FC Heidenheim. Ihn hatte Ilg seinen eigenen Worten zufolge im Vorfeld gebeten, aus Gründen des nicht unerheblichen Größenunterschieds auf Plateausohlen zu verzichten und stattdessen lieber eine Krawatte zu wählen. Sanwald sah daraufhin von beidem ab, ohne dass dies freilich den Ablauf des Abends gestört hätte.

Der fand seinen ersten Höhepunkt in der Verleihung der Goldenen Münze, der höchsten Ehrung, die die Stadt im Bereich des Sports zu vergeben hat. Bedacht wurden in diesem Jahr zwei Männer, die selbst nicht mit sportlichen Höchstleistungen aufwarten, allerdings dafür sorgen, dass anderen solche möglich sind:

Zwwi Hochdekorierte

Dr. Mathias Frey hat seinen Stammplatz auf der Trainerbank des 1. FC Heidenheim. Der Mediziner arbeitete einige Jahre in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie der Allgemeinthorax- und Gefäßchirurgie am damaligen Kreiskrankenhaus. Außerdem war er regelmäßig als Arzt dabei, wenn der HSB Fecht- und Boxveranstaltungen ausrichtete.

Als sich die Fußballer aufmachten, der Beletage ihres Sports entgegenzustreben, ließ er sich ins Boot holen und richtete unter der Haupttribüne des Albstadions auf eigene Kosten eine medizinische Abteilung ein – sechs Quadratmeter groß. Freys Engagement ging aber über die Tätigkeit als Mannschaftsarzt hinaus. Gehörte er zunächst dem Wirtschaftsbeirat der HSB-Fußballabteilung an, so war er nach der Gründung des FCH von 2007 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrats. Auch beim Tennisclub sitzt Frey im Beirat, gehörte zudem zehn Jahre lang zum Vorstand.

Klaus Mayer, der zweite mit der Goldenen Münze Dekorierte, startete seine ehrenamtliche Karriere 1998 im Wirtschaftsbeirat der HSB-Fußballer. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Mayer-Holding in Mergelstetten verfügt er laut Ilg über ein Netzwerk, das auch beim Ausbau der Sport-Infrastruktur auf dem Schlossberg nicht von Schaden war.

„Klaus Mayer ist einer von denen, die nie aufgeben“ so Ilg. Und deshalb sei es ihm und weiteren Fußballanhängern gelungen, die Vision vom 1. FC Heidenheim zu verwirklichen, dessen Gründungspräsident Mayer war. Seit Dezember 2016 ist er Aufsichtsratsvorsitzender.

Ehrungsmarathon als Teamwork

Nach der Auflösung des Stadtverbands für Sport hat sich das Prozedere bei der städtischen Sportlerehrung verändert. Seither überreichen die Vorsitzenden der größten Sportvereine abwechselnd gemeinsam mit OB Bernhard Ilg die Auszeichnungen. Nach Dr. Volker Wiedenmann (HSB) war diesmal Holger Sanwald (FCH) an der Reihe. In den kommenden Jahren sollen Wolfgang Schön (TSG Schnaitheim) und Thomas Bassmann (SV Mergelstetten) folgen.

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