Straßburg Deutscher Preis für Denkmalschutz für Manfred Kubiak und Arthur Penk

Preisträger: Die HZ-Redakteure Arthur Penk (links) und Manfred Kubiak (Zweiter von rechts) nahmen im Palais du Rhin in Straßburg aus den Händen von Dr. Martina Münch, der Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Journalistenpreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz entgegen. Vierter im Bunde auf dem Bild ist der Juryvorsitzende Werner von Bergen vom Zweiten Deutschen Fernsehen, der auch die Laudatio hielt.
Preisträger: Die HZ-Redakteure Arthur Penk (links) und Manfred Kubiak (Zweiter von rechts) nahmen im Palais du Rhin in Straßburg aus den Händen von Dr. Martina Münch, der Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Journalistenpreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz entgegen. Vierter im Bunde auf dem Bild ist der Juryvorsitzende Werner von Bergen vom Zweiten Deutschen Fernsehen, der auch die Laudatio hielt. © Foto: Klaus Stoeber
Straßburg / HZ 03.11.2018
Die Erfolgsgeschichte der HZ-Serie über historische Kirchenglocken im Kreis Heidenheim hat ein Postskriptum: die Autoren Manfred Kubiak und Arthur Penk erhalten den Deutschen Preis für Denkmalschutz.

Großer Bahnhof in Straßburg. Und große Ehre für die Redaktion der Heidenheimer Zeitung: Die HZ-Redakteure Manfred Kubiak und Arthur Penk haben den ihnen vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz verliehenen Journalistenpreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz entgegengenommen. Überreicht wurde er in feierlichem Rahmen von der Präsidentin des Nationalkomitees, der brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Martina Münch, im Palais du Rhin, dem ehemaligen Kaiserpalast in Straßburg.

„Vorbildlich, hervorragend“

Kulturredakteur Manfred Kubiak und Online-Redakteur Arthur Penk wurden mit dem Preis für ihre crossmediale Serie „Heiliger Bimbam“ gewürdigt, die im Sommer des vergangenen Jahres im Kulturteil der Heidenheimer Zeitung, auf deren Online-Plattform hz.de und auf „You Tube“ erschienen war und insbesondere jene Kirchenglocken im Kreis Heidenheim genauer betrachtet, die vor dem Jahr 1700 gegossen worden waren. Auf diesem Wege wurde das Thema, wobei auch dessen kulturgeschichtlicher Hintergrund breiten Raum einnahm, nicht nur lesbar, sondern auch seh- und hörbar aufbereitet. Siebzehn Folgen hatte die Serie und wurde nun mit der Preisverleihung als, wenn man so will, achtzehnter Folge und Schlusspointe veredelt und abgerundet.

In seiner Laudatio würdigte der Jury-Vorsitzende Werner von Bergen vom Zweiten Deutschen Fernsehen die Arbeit von Arthur Penk und Manfred Kubiak unter anderem mit den Attributen „vorbildlich, spannend, eindrucksvoll, hervorragend“ und bedachte die Autoren auch mit einem Kompliment für den spritzigen Titel der Serie, „der es im Ergebnis gelungen“ sei, „den Wert der Glocken als Denkmale herauszuarbeiten, die es grundsätzlich zu schützen gilt und gleichzeitig in Erinnerung zu rufen, was passieren kann, wenn dies nicht geschieht“.

Hervorgehoben wurde ebenso, dass es Manfred Kubiak und Arthur Penk im Rahmen der Serie gelungen sei, „bislang nicht bekannte Glocken wiederzuentdecken und auch verschollen geglaubte Glocken an anderer Stelle wiederzufinden“.

Zweieinhalb Tage in Straßburg

Die Preisverleihung vor 250 geladenen Gästen im Palais du Rhin stand unter dem Motto „Europas Kulturerbe miteinander teilen – Europas Zukunft miteinander teilen“ und war heuer ausdrücklich Teil des Europäischen Kulturerbejahres, was, wie Werner von Bergen anmerkte, den Preis 2018 noch einmal in besonderem Maße zusätzlich aufwerte. „Die Preisverleihung in Straßburg, dieser wunderbaren Stadt mit ihrer großen Geschichte und ihren vielen europäischen Institutionen“, so die Präsidentin des Nationalkomitees, Dr. Martina Münch, „unterstreicht den Gedanken des Kulturerbejahres.“

Im Zusammenhang mit der Preisverleihung genossen die Preisträger in und um Straßburg darüber hinaus ein historisch, musikalisch und kulinarisch angereichertes Rahmenprogramm, in dessen Verlauf unter anderem auch Straßburgs Bürgermeister Roland Ries und Christelle Creff, die Direktorin für kulturelle Angelegenheiten der 2016 aus den Regionen Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne gebildeten Region Grand Est, den Gästen aus Deutschland ihre Aufwartung machten.

Heidenheim vertritt das Ländle

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird seit 1978 vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz vergeben und ist die höchste Auszeichnung auf seinem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Er wird in vier Kategorien verliehen.

Den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, der an den bedeutendsten deutschen Architekten des 19. Jahrhunderts erinnert, erhielten, für sein denkmalschützerisches Lebenswerk, Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und der Direktor des Breslauer Architekturmuseums, Dr. Jerzy Ilkosz.

Die Silberne Halbkugel erhielten fünf ehrenamtliche Initiativen, die sich in beispielhafter Weise für den Erhalt baulichen Erbes eingesetzt haben: der Verein Arbeitskreis Erdstallforschung (Bayern), der Förderkreis Bahnhof Belvedere (Nordrhein-Westfalen), die Bauhütte Stadtgottesacker (Sachsen-Anhalt), der Freundeskreis Schloss Wildenfels (Sachsen) und der Verein Wassermühle Karoxbostel (Niedersachsen).

Der Journalistenpreis wurde viermal vergeben. Neben den 2018 einzigen aus Baden-Württemberg stammenden Preisträgern Arthur Penk und Manfred Kubiak für die Heidenheimer Zeitung trugen sich in dieser Kategorie noch Kathrin Beck vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Daniela Lentin und Simone Augustin vom Rundfunk Berlin-Brandenburg und Till Raether von der Süddeutschen Zeitung in die Siegerliste ein.

Der Internetpreis ging an die Plattform www.moderne-regional.de

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