Stellen Arbeitsmarkt: Heidenheim steht immer schlechter da

Das Jobcenter Heidenheim.
Das Jobcenter Heidenheim. © Foto: Archiv/räp
Andreas Uitz 30.09.2014
Die unterschiedliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt innerhalb des Bezirks der Agentur für Arbeit wird immer drastischer. Zwischen dem Ostalbkreis und dem Landkreis Heidenheimer beträgt die Differenz bei der Quote inzwischen zwei Prozent.

Ende September sind im Bezirk der Agentur für Arbeit (Kreis Heidenheim und Ostalbkreis) 10 119 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind vier Personen weniger als im August und 547 mehr als vor Jahresfrist. Die meisten Arbeitslosen wurden mit 3910 in Heidenheim gezählt (August: 3891). In Schwäbisch Gmünd waren es 2835 (2863), in Aalen 2195 (2162), in Ellwangen 605 (618) und in Bopfingen 574 (589).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind, fiel im Agenturbezirk von 3291 auf 3267. Das entspricht einem Anteil von 32,3 Prozent. Die Arbeitslosenquoten, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, beträgt jetzt im Bezirk der Agentur für Arbeit 4,3 Prozent (August: 4,3 Prozent). In Heidenheim stieg die Quote von 5,6 auf 5,7 Prozent, in Bopfingen sank sie von 4,2 auf 4,1 Prozent. In Schwäbisch Gmünd blieb sie mit 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert, in Aalen stieg sie von 3,6 auf 3,7 Prozent. In Ellwangen sank die Quote von 2,7 auf 2,6 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit verharrt auf dem Niveau des Vormonats. Die Arbeitgeber in Ostwürttemberg zeigten sich abwartend und waren mit Einstellungen deutlich zurückhaltender“, kommentiert Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen, die aktuellen Zahlen. Beim Blick auf die Arbeitslosigkeit auf Ebene der Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis zeigen sich gravierende Unterschiede. „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den beiden Landkreisen driftet immer weiter auseinander“, so Zillert.

Demnach ist der Arbeitsmarkt im Ostalbkreis mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent deutlich stabiler als der im Kreis Heidenheim (5,7 Prozent). Im Landesdurchschnitt liegt die Quote bei 4,0 Prozent. Eine Differenz von zwei Prozent bei der Arbeitslosenquote im Ostalbkreis und in Kreis Heidenheim habe es bisher noch nicht gegeben. Zillert zufolge ist besonders auffällig, dass Heidenheim einem hohen Zugang von Arbeitslosen aus der Grundsicherung zu verzeichnen habe, die nicht aus einer Erwerbstätigkeit kommen.

Die Einschätzung Elmar Zillerts, dass die Arbeitgeber in der Region derzeit eher zurückhalten sind, manifestiert sich auch darin, dass im September deutlich weniger zusätzliche Arbeitsstellen gemeldet wurden. Aktuell gibt es in Ostwürttemberg 3480 offene Stellen. Die meisten offenen Stellen gibt es in der Heidenheimer Dienststelle der Agentur für Arbeit mit 1085. In Aalen sind Ende September 1051, in Schwäbisch Gmünd 825, in Ellwangen 313 und in Bopfingen 206 freie Stellen gemeldet.

Der Anteil der Jugendlichen bis 25 Jahren an allen Arbeitslosen liegt im Agenturbezirk derzeit bei 11,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote der jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren liegt im Agenturbezirk bei 4,1 Prozent, im Landkreis Heidenheim sogar bei 4,7 Prozent.