Studie AOK: Jungs hinken beim Sprechen hinterher

02.10.2014
In der Region wie im Landkreis sinkt der Bedarf an logopädischen Behandlungen leicht und gegen den Trend. Auffällig ist laut der AOK der Schwerpunkt bei Jungen.

Voriges Jahr ließen sich 1389 Versicherte der AOK Ostwürttemberg aufgrund von Sprachentwicklungsstörungen logopädisch behandeln. Knapp die Hälfte der Behandlungen entfielen auf Kinder zwischen fünf und neun Jahren.

Im Jahr 2013 waren 202 Kinder im Landkreis Heidenheim und 372 im Ostalbkreis im Alter von fünf bis neun Jahren in logopädischer Behandlung. Während landesweit die Zahl der Kinder in der Sprachtherapie seit 2010 leicht steigt, sei in Ostwürttemberg eher ein leichter Rückgang zu verzeichnen, teilt die AOK mit. Auffallend ist aber überall, dass mehr Jungen in Behandlung sind. Von den 574 behandelten Kindern in Ostwürttemberg sind nämölich nicht weniger 355 männlichen Geschlechts.

„Je früher bei einem Kind die Ursache für eine Sprachentwicklungsstörung erkannt wird, umso besser kann geholfen werden. Das ist sehr wichtig“, sagt Josef Bühler, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg. Denn wer seine Sprachfähigkeit nicht voll entwickeln könne, sei gefährdet, ausgeschlossen zu werden. Sprachentwicklungsgestörte Kinder hätten nachweislich Probleme in der Schule, die sich dann natürlich auch nachteilig auf die weitere Berufslaufbahn auswirken könnten. Informations- und Arbeitsmaterial zur Sprachförderung stellt der Logopädie-Verband zu Verfügung, auch in Russisch und Türkisch: www.sprich-mit-mir.org.