Heidenheim Enkeltrick misslungen: Anruferin wollte Geld ergaunern

Ein Enkeltrick ging in die Hose. Symbolbild
Ein Enkeltrick ging in die Hose. Symbolbild © Foto: slysniy, fotolia
Heidenheim / Michael Brendel 30.08.2018
Nicht gezogen hat jetzt in Heidenheim der Versuch, mit dem Enkeltrick an eine große Summe zu kommen.

Man kann gar nicht oft genug vor dieser perfiden Masche warnen, denn jeden Tag werden neue Fälle bekannt. Glücklicherweise verlaufen nicht alle erfolgreich, weil sich Angerufene nicht hinters Licht führen lassen. So auch ein Heidenheimer, der jetzt eine junge Stimme am Telefon vernahm und mit „Guten Tag, Opa“ angesprochen wurde. Auf seine Nachfrage, mit wem er denn spreche, wurde ihm Enttäuschung darüber vorgegaukelt, „dass du deine Enkelin nicht kennst“. Da er deren zwei hat, nannte er die Namen und lieferte damit ungewollt den Ansatzpunkt für eine perfide Lügengeschichte.

38 000 Euro verlangt

Die vermeintliche Enkelin gab an, wegen eines Wohnungskaufs in einer Aalener Notariatskanzlei zu sein. Sie habe sich beim Datum vertan und müsse sofort eine Anzahlung in Höhe von 38 000 Euro leisten. Sei ihr das nicht möglich, werde ein Verspätungzuschlag von 4000 Euro fällig.

Hier nun kam der Angerufene ins Spiel: Er möge seiner Enkelin doch bitte aus der Patsche helfen, die genannte Summe bei seiner Bank abheben und einer Botin – selbstverständlich der besten Freundin – übergeben. Nach Auszahlung des Bankkredits erhalte er das Geld dann zurück.

Der Heidenheimer roch den Braten, konnte er sich doch nicht vorstellen, dass seine Enkelin sich mitten im Studium eine Wohnung kaufen wollte. Seine Antwort: „So etwas regle ich nicht am Telefon. Wenn du in Aalen bist, erwarte ich dich in einer Stunde hier.“

Die Ausrede, mit dem Verlassen der Kanzlei sei der Anspruch auf die günstige Wohnung verloren, ließ er nicht gelten und legte auf. Zu früh, weiß er mittlerweile, „denn ich hätte die Freundin kommen lassen müssen und inzwischen die Polizei verständigen“.

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