Treffen Alles dreht sich um das Mammut

Alles dreht sich um dieses Tier: Wenn die Hugo-Obermaier-Gesellschaft ihre Jahrestagung in Heidenheim abhält, werden die Archäologen in der Stadt dem einen oder anderen Mammut begegnen.
Alles dreht sich um dieses Tier: Wenn die Hugo-Obermaier-Gesellschaft ihre Jahrestagung in Heidenheim abhält, werden die Archäologen in der Stadt dem einen oder anderen Mammut begegnen.
Heidenheim / 03.04.2015
Weil es im Landkreis bedeutende Fundstellen aus der Steinzeit gibt, findet die jährliche Fachtagung der Hugo-Obermaier-Gesellschaft für die Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit ab Dienstag, 7. April, in Heidenheim statt.

Um diese Veranstaltung ins Congress Centrum zu holen, hat sich der Förderverein Eiskzeitkunst im Lonetal mit seinem Vorsitzenden Hermann Mader mächtig ins Zeug gelegt. Nicht nur, dass mit Hilfe von Eigenmitteln des Vereins und Sponsorengeldern 47 000 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten, um internationale Experten zur Tagung einzuladen, es wurde auch ein Begleitprogramm in der Stadt auf die Beine gestellt, das das Mammut – den bedeutendsten Kleinplastik-Fund aus der Vogelherdhöhle – mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken soll.

Die Tagung der Hugo-Obermaier-Gesellschaft beginnt am Dienstag, 7. April, um 14 Uhr mit Grußworten von Oberbürgermeister Bernhard Ilg und dem Vorsitzenden der Hugo-Obermaier-Gesellschaft, Professor Thorsten Uthmeier.

Prof. Nicholas Conard von der Universität Tübingen, der die Ausgrabungen im Lonetal leitet, hält zwei öffentliche Vorträge über die Ergebnisse der Grabungen: Der erste findet am Mittwoch, 8. April, um 19 Uhr im Rathaus Heidenheim in englischer Sprache statt, der zweite am Donnerstag, 9. April, ebenfalls um 19 Uhr im Rathaus, diesmal spricht Conard aber auf Deutsch. Am Freitag und Samstag sind die Tagungsteilnehmer ganztägig auf Exkursionen, die ins Lonetal, nach Ulm und Blaubeuren zu Grabungsstätten führen.

Parallel dazu wird in den Schloss-Arkaden eine Ausstellung mit Mammuts in Lebensgröße gezeigt, die ebenfalls am kommenden Dienstag parallel zur Tagung beginnt. Eine thematisch passende Lesung bei der Buchhandlung Herwig schließt sich am Dienstag, 14. April an: Gabriele Dalferth und Wolfgang Bausch stellen ihr Buch „Liria und Athiko von der Mammuthöhle“ vor. Die beden sind Guides im Archäopark in Stetten. Sie berichten über die Entstehung ihres Buches und bringen viele Utensilien mit, die einen Ausflug in die Eiszeit zum „Anfassen“ und „Anhören“ versprechen.