Heidenheim Abriss der Waldhorn-Brauerei geht weiter – „Schlössle“ fällt bald

Die ehemalige Waldhorn-Brauerei ist weitgehend ausgebeint, hinter dem Gebäude stapeln sich die Berge von Baumaterial, das entsorgt werden muss. In der kommenden Woche könnte der Abriss des Hauptgebäudes beginnen.
Die ehemalige Waldhorn-Brauerei ist weitgehend ausgebeint, hinter dem Gebäude stapeln sich die Berge von Baumaterial, das entsorgt werden muss. In der kommenden Woche könnte der Abriss des Hauptgebäudes beginnen. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Andreas Uitz 17.02.2018
Seit Dezember wird das Gebäude entkernt, und in der kommenden Woche könnte der zuletzt vom Landratsamt gestoppte Abriss nun doch noch über die Bühne gehen. Fehlende Unterlagen liegen anscheinend inzwischen vor.

Von vorn gesehen geschieht in der Ruine der ehemaligen Waldhorn-Brauerei an der Härtsfeldstraße schone geraume Zeit recht wenig. Doch näher betrachtet hat sich das Gebäude in den vergangenen Wochen stark verändert, wurde quasi von hinten ausgebeint.

Hinter dem gewaltigen Bau stapeln sich Berge aus Baustoffen. Dachziegel, verschiedene Hölzer, Container voller Schlacke, Metall und Bauschutt liegen hier und warten darauf, abgefahren zu werden. „Es wird alles sauber getrennt, viele der Materialien wurden schon im Vorfeld auf ihre Bestandteile untersucht“, erklärt Dipl. Oec. Wolfgang Roske vom Frankfurter Ingenieurbüro Vössing, der das Projektmanagement für den Abbruch übernommen hat. „Das haben wir von Anfang an getan, damit alles korrekt abläuft.

Zwar hätten noch Entsorgungsnachweise beim Gewerbeaufsichtsamt nachgereicht werden müssen, doch sei das inzwischen geschehen. Und auch über das Abbruchkonzept herrsche Einigkeit, es würden noch leichte Nachbesserungen vorgenommen, so Roske. Von Seiten des zuständigen Landratsamts war noch Mitte der Woche erklärt worden, dass der Abriss nicht weitergehen dürfe, weil diese Unterlagen fehlten.

„Einen richtigen Abbruchstopp gab es ohnehin nie“, erklärt der Projektmanager, die Genehmigung liege schon seit Monaten vor. Ohnehin hätte der Abriss noch gar nicht beginnen sollen. „Zuerst war es wichtig, alles auszubauen, das ist völlig normal“, so Roske. Und angesichts der so unterschiedlichen Baumaterialien, die getrennt gelagert und entsorgt werden müssen, hat das rund zwei Monate gedauert.

Abriss dauert nur drei Tage

Nachdem inzwischen mit dem Gewerbeaufsichtsamt alles abgeklärt ist, rechnet Roske damit, dass der Abriss schon in der kommenden Woche begonnen werden kann. 15 000 Kubikmeter umbauten Raum hat das Gebäude, das bedeutet, dass der Schutt etwa 5000 Kubikmeter umfasst. „Ich denke, dass der Abriss in drei Tagen über die Bühne gehen kann“, so der Projektleiter. „Selbstverständlich werden dabei sämtliche Schutzvorkehrungen getroffen.“ Geplant ist, die ehemalige Brauerei von Süden her Stück für Stück abzubrechen. Das ist notwendig, weil Teile des Gebäudes unterkellert sind und deshalb der Abrissbagger nicht an allen Stellen angesetzt werden kann. Auch während des Abrisses werde das Baumaterial getrennt und sortiert.

„Zunächst ist geplant, alles ebenerdig zu machen“, so Roske. Vom „Schlössle“ könnte also schon Ende nächster Woche nicht mehr viel zu sehen sein.

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